Tödlicher Bergunfall am Plombergstein

Mit dem Kopf voran: Kletterer stürzt rücklings 10 Meter in die Tiefe

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St. Gilgen/Flachgau - Ein tödlicher Kletterunfall hat sich am Dienstag am Plombergstein ereignet. Ein 64-Jähriger aus Oberösterreich verlor plötzlich den Halt und stürzte rücklings mit dem Kopf voraus etwa zehn Meter ab.

Zwei erfahrene Alpinisten beabsichtigten am 22. August 2017 am Plombergstein, in St. Gilgen, die Kletterroute "Äskulap" im vierten Schwierigkeitsgrad zu durchsteigen. Nachdem die Seilschaft nach der ersten Seillänge Stand gemacht hatte stieg ein 64-jähriger Oberösterreicher die zweite Seillänge vor und hängte zwei Zwischensicherungen ein. Beim Einhängen der dritten Zwischensicherung, um etwa 11.55 Uhr, dürfte er aus unbekannten Gründen den Halt verloren haben, stürzte rücklings mit dem Kopf voraus etwa zehn Meter ab. 

Seine Ehefrau konnte den Sturz zwar halten, jedoch kam der Oberösterreicher knapp fünf Meter unterhalb seiner Seilpartnerin zu liegen. Nachdem die Gattin ihren Mann notdürftig gegen einen weiteren Absturz gesichert hatte, stieg sie zu ihm ab und setzte einen Notruf ab. 

Die alarmierte Bergrettung St. Gilgen, der Flugretter des Notarzthubschrauber C6 und ein Alpinpolizist konnte um etwa 12.45 Uhr den Schwerverletzten erreichen, in einen Bergesack verbringen und zu einem Felskopf aufseilen. Der Mann erlag jedoch noch an Ort und Stelle seinen schweren Verletzungen. 

Die Bergung des Verunglückten wurde vom Team des Notarzthubschraubers mit dem 50-Meter-Tau durchgeführt. Die schwer geschockte aber unverletzte Ehefrau wurde von den Mitgliedern der Bergrettung St. Gilgen abgeseilt und dem Kriseninterventionsteam übergeben.

mh/Pressemitteilung Landespolizeidirektion Salzburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bergrettung St. Gilgen/Stöllinger

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