95 Tote nach Selbstmordanschlag auf Sportplatz

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Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans kamen 88 Menschen ums Leben. Umliegende Häuser stürzten ein.

Lakki Marwat - Nach einem Selbstmordanschlag auf einem Sportplatz im Nordwesten Pakistans ist die Zahl der Toten auf mindestens 88 gestiegen.

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Unter den Opfern waren laut Polizei acht Kinder, 50 Menschen wurden verletzt. Ziel war offenbar ein Treffen von gegen die Taliban eingestellten Stammesältesten in einer nahe gelegenen Moschee, wie Polizeichef Ajub Chan mitteilte. Der Anschlag auf einem Sportplatz in der Ortschaft Lakki Marwat am Freitag war der schwerste seit mehr als zwei Monaten.

Umliegende Häuser stürzten ein

Der Täter steuerte sein mit Sprengstoff beladenes Auto auf den Sportplatz, als dort gerade ein Volleyball-Turnier vor 300 Zuschauern stattfand. Laut Polizei brachte er rund 250 Kilogramm Sprengstoff zur Explosion. Durch die Wucht der Detonation stürzten umliegende Häuser ein. Der Anschlag war vermutlich ein Racheakt islamischer Extremisten, weil Bewohnern von Lakki Marwat eine eigene Miliz zur Verteidigung gegen die Fundamentalisten gegründet haben.

Lakki Marwat liegt in unmittelbarer Nähe von Nord- und Süd-Waziristan, zwei Zentren der Aufstandsbewegung. Im südlichen Teil haben die pakistanischen Streitkräfte im Oktober eine Großoffensive gegen Kämpfer von Taliban und Al Kaida begonnen. Seitdem sind mehr als 500 Menschen bei Bombenanschlägen ums Leben gekommen.

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