Verheerendes Feuer in Kalkutta

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Kalkutta - Beim Brand in einem sechsstöckigen Wohnhaus in Kalkutta sind 24 Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 Feuerwehrleute brauchten stundenlang, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Bei einem verheerenden Feuer im Zentrum der ostindischen Kulturmetropole sind mindestens 24 Menschen getötet worden. Der Nachrichtensender NDTV berichtete am Mittwoch, der Brand in einem 150 Jahre alten Gebäude sei am Vortag ausgebrochen und erst in der Nacht unter Kontrolle gebracht worden.

Zunächst war nur von sechs Toten die Rede gewesen. Als Feuerwehr-Männer das mehrstöckigen Haus nach dem Löschen des Feuers durchsuchten, fanden sie immer mehr Leichen. Mindestens 18 Menschen wurden verletzt, acht davon schwebten am Mittwoch in Lebensgefahr. In dem Gebäude sind neben Büros und Wohnungen zwei der bekanntesten Restaurants der Millionenstadt Kolkata (Kalkutta) untergebracht.

Die Nachrichtenagentur PTI meldete, nach ersten Erkenntnissen könnte das Feuer durch einen Kurzschluss in einem Aufzug zwischen dem fünften und sechsten Stock ausgelöst worden sein. Der Brand breitete sich dann in dem Haus nach oben und zur Seite aus. Auf der Flucht vor den Flammen stiegen Bewohner aus den Fenstern, sie warteten auf engen Vorsprüngen auf Hilfe. Die Nachrichtenagentur IANS meldete, mehrere Menschen seien ums Leben gekommen, als sie aus den oberen Stockwerken in die Tiefe sprangen. PTI berichtete unter Berufung auf die Polizei, andere Bewohner hätten versucht, über das Dach zu fliehen. Die Dachluke sei aber verriegelt gewesen.

Den Berichten zufolge wurden die Löscharbeiten, an denen 100 Feuerwehrmänner beteiligt waren, durch einen Mangel an Ausrüstung, neugierige Menschenmassen und den Verkehr behindert. NDTV meldete, zwar seien die ersten Feuerwehrwagen schnell zur Stelle gewesen, diese hätten aber keine hydraulischen Leitern gehabt. Wagen mit solchen Leitern hätten wegen des dichten Verkehrs mehr als eine Stunde gebraucht, um ins Stadtzentrum zu gelangen.

dpa

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