Transitforum Austria-Tirol zum Brenner-Nordzulauf und dem Transitverkehr

"Seit 25 Jahren hat sich niemand um die hohen Belastungen gekümmert"

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Tirol - Die Diskussionen um den geplanten Brenner-Nordzulauf durch das Inntal nehmen kein Ende. Nun meldet sich das Transitforum Austria-Tirol zu Wort.

Gerade erst vergangene Woche wurde in der bekannten „TV-Arena“ des bayerischen Rundfunks „Jetzt red i“ am Mittwoch den 24. April in der Turnhalle der Grundschule in Brannenburg wieder heiß über das Projekt Brenner-Nordzulauf diskutiert.  

Stimmungsbild gespalten

Nach wie vor ist das Stimmungsbild gespalten, es gibt zwei Lager. Die Einen, allen voran das Verkehrsministerium, ist der Auffassung es braucht die Zulaufstrecke, die Bürgerinitiativen in der Region sehen das anders. Für sie ist der Bau des Brenner-Basistunnels nicht sinnvoll. Der Bau eines zusätzlichen 3. und 4. Hochgeschwindigkeitsgleises als Zulaufstrecke im deutschen Inntal sei überflüssig.

"Was zu tun gewesen wäre steht im Beitrittsvertrag"

Fritz Gurgiser, Obmann des Transitforum Austria-Tirol, einem Verein zum Schutz des Lebensraumes in der Alpenregion, der sich vor allem dafür einsetzt, den Transit zu verringern, äußerte sich nun zu den Diskussionen zur geplanten Zulaufstrecke: 

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"All das, was nördlich und südlich in Bezug auf Zulaufstrecken zum BBT bzw. Verbesserungen der Eisenbahninfrastruktur zu tun gewesen wäre, steht seit 1994 im Beitrittsvertrag der Republik Österreich und der seinerzeitigen EG - Europäischen Gemeinschaft. Fein säuberlich aufgelistet im Protokoll Nr. 9 unter "kurz-, mittel- und langfristige Eisenbahnmaßnahmen in der BRD, Österreich und Italien. Es ist ein Armutszeugnis für diese Damen und Herren, dass sie nun so tun, als wäre das nach immerhin knapp 25 Jahren Vollmitgliedschaft etwas Neues. Fakt ist, dass sich nördlich und südlich des Bundeslandes Tirol seit ebenso vielen Jahren niemand um das gekümmert hat, worum es wirklich geht: Um die hohen Belastungen an Abgasen und Lärm bis hin zur Einschränkung jeder Bewegungsfreiheit in unseren engen Tälern."

Quelle: rosenheim24.de

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