Tsunami-Wellen erreichen Westpazifik

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Ein Stand in Australien: Hier wird die Tsunami-Welle erwartet.

Wellington/Manila/Sydney - Mehr als 18 Stunden nach dem schweren Erdbeben in Chile haben die Tsunami-Wellen im Pazifik zwischen Neuseeland und Tonga 1,2 Meter Höhe erreicht.

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Den Messwert registrierte eine neuseeländischen Wetterstation auf der Insel Raoul. Die Welle raste nach neuseeländischen Angaben mit 800 Kilometern in der Stunde Richtung Westen. Schäden wurden bis Sonntagmorgen nicht bekannt. Bei dem Beben der Stärke 8,8 am Samstagmorgen waren in Chile mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Auf der neuseeländischen Insel Chatham rund 700 Kilometer südöstlich des Festlandes krachten 1,5 Meter hohe Wellen an den Strand.

Auf dem Festland in der Provinz Northland wirbelte das Wasser im Hafen von Tutkaka “wie eine Waschmaschine“, wie die Lokalbehörde berichtete. Im Abstand von zwei Minuten schwappten ein Meter hohe Wellen an die Hafenmole. Entlang der Ostküste wurden Wellen zwischen 30 und 40 Zentimetern Höhe gemessen. Das riesige Kreuzfahrtschiff “Dawn Princess“ verließ vorsichtshalber den Hafen von Auckland. Küstenbewohner waren am Morgen in höhere Regionen gezogen, kehrten im Laufe des Tages aber zurück. Dennoch warnten Krisenzentren, den Stränden fernzubleiben - was tausende Menschen ignorierten.

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Auch die Philippinen verspürten die ersten Ausläufer des Tsunamis. An einigen Stränden sei das Wasser der südlichen Provinz Siargao des Sur sei das Wasser mehrere Meter zurück gegangen, berichteten Einwohner. Dort und entlang der ganzen Küste suchten die Bewohner höher gelegene Regionen auf. Das Institut für Seismologie hielt eine Tsunamiwarnung für den Nachmittag aufrecht.

Schaulustige am Stand

Auch an der australischen Ostküste waren die Strände von Brisbane bis Sydney zwar offiziell geschlossen, doch ignorierten das tausende Schaulustige. An den berühmten Stränden Bondi und Coogee in Sydney standen Hunderte und wollten das Naturschauspiel beobachten. Der Meeresspiegel stieg vor der Küste zunächst nur um wenige Zentimeter. Selbst Schwimmer und Surfer waren im Wasser, obwohl die Behörden vor ungewöhnlichen und starken Strömungen gewarnt hatten. “Wir können Empfehlungen aussprechen, aber wir können den Leute nicht befehlen, vom Strand zu gehen“, sagte Bill Measday, Chef der Lebensretter am Bondi-Strand.

dpa

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