Urteil gegen Suu Kyi verschoben

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Aung San Suu Kyi im Mai 2009 kurz vor ihrer Inhaftierung.

Rangun - Das birmanische Gericht hat die Urteilsverkündung gegen die Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf den 11. August verschoben. Die Richter brauchten Zeit, die Rechtslage zu prüfen, hieß es.

Das Urteil gegen die birmanische Menschenrechtlerin Aung San Suu Kyi wird erst am 11. August gesprochen. Ein Sondergericht in der Hafenmetropole Rangun verschob am Freitag die ursprünglich noch für den selben Tag geplante Verkündung um zwölf Tage.

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Der Friedensnobelpreisträgerin drohen bis zu fünf Jahre Haft wegen Verstoßes gegen die Auflagen ihres seit Jahren andauernden Hausarrests. In dem vom Westen als Schauprozess kritisierten Verfahren müssen sich mit der 64-jährigen auch zwei ihrer Hausangestellten und ein US-Bürger, der die Oppositionsführerin unerlaubt in ihrem Haus besucht hatte, verantworten.

Beobachter erwarten einen Schuldspruch gegen die Oppositionspolitikerin. Sie gehen davon aus, dass die in Birma herrschende Militärjunta Suu Kyi damit die Möglichkeit nehmen will, vor den für das nächste Jahr versprochenen Wahlen politisch aktiv zu werden. In Erwartung der Urteilsverkündung waren am Freitagvormittag 16 Diplomaten, darunter auch Vertreter Deutschlands und Großbritanniens, im berüchtigten Insein-Gefängnis eingetroffen, in dem der Prozess gegen Suu Kyi stattfindet. Zuvor waren die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Gefängnis verstärkt worden. Die Presse ist von dem Verfahren ausgeschlossen.

“Die Richter sagten, dass sie mehr Zeit brauchen, um die Rechtslage zu klären“, sagte ein Regierungsvertreter, der an der nur zehnminütigen Sitzung teilnahm. Suu Kyi wird der Prozess gemacht, weil sie auf ihrem Seegrundstück, wo sie seit Jahren unter Hausarrest lebt, Besuch von dem Amerikaner John Yettaw empfangen hatte. Der Mormonenprediger war am 3. Mai - wenige Wochen vor Ablauf des Hausarrests - durch den See zu Suu Kyis Anwesen geschwommen, angeblich um sie vor einem Anschlag zu warnen. Weil er erschöpft war, nahm Suu Kyi den ungebetenen Gast für zwei Tage auf.

dpa

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