Sie hatten sich selbst entlassen

Aus US-Gefängnis getürmte Mörder gefasst

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Joseph Jenkins (L) und Charles Walker (R) sind mit einem Trick aus dem Gefängnis entkommen - stellten sich bei ihrer Flucht aber wenig kreativ an

Panama City - Zwei aus einem Gefängnis in Florida entkommene Mörder konnten in einem Motel festgenommen werden. Auf sehr kreative Art und Weise hatten sie es zuvor geschafft, entlassen zu werden.

Zwei wegen Mordes verurteilte Männer, die mit gefälschten Entlassungspapieren aus einem Gefängnis im US-Staat Florida entkommen waren, sind gefasst. Dem Sender CNN zufolge wurden die beiden 34-Jährigen am Samstagabend (Ortszeit) nach einer Großfahndung in einem Motel in Panama City, ebenfalls Florida, festgenommen.

Die Flucht der Häftlinge hatte über die USA hinaus Aufsehen erregt. Medienberichten zufolge waren beide Männer zu lebenslanger Haft verurteilt worden und saßen im Franklin-Gefängnis in Carrabelle ein. Sie hätten dann dem zuständigen Bezirksgericht Dokumente zugeleitet, die besagten, dass ihre jeweilige Haftstrafe reduziert worden sei. Die Papiere seien mit den - gefälschten - Unterschriften eines Richters und eines Bezirksstaatsanwaltes versehen gewesen. Die Gefängnisbehörde in Florida habe daraufhin die Freilassung veranlasst.

Erst Mutter eines Opfers kam dem Trick auf die Schliche

Ein Häftling war durch den Trick Ende September auf freien Fuß gekommen, der andere am 8. Oktober. Die Fälle wurden aber erst am vergangenen Freitag bekannt. CNN zufolge flog der Betrug auf, nachdem sich die Mutter eines der Mordopfer nach den Gründen für die Freilassung erkundigt hatte.

Der eine hatte bei einem Einbruch in ein Haus einen Familienvater getötet, der andere einen Mann an einer Straßenecke erschossen. Ob sich die beiden Häftlinge kennen, blieb zunächst offen.

Experten vermuten, dass sich die Männer für ihre Flucht im Internet kundig machten. In Florida könnten Gerichtspapiere online eingesehen werden, und jeder mit ein wenig Menschenverstand könne sie nachahmen, wurde der Jurist Mark O'Mara im „Orlando Sentinel“ zitiert. Als Konsequenz aus den Vorfällen sollen künftig alle Unterschriften auf Entlassungspapieren überprüft werden.

dpa

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