Verkehrsproblematik in Salzburg

Nach Aus der Pendlermaut: ÖVP fordert Kurzzeit-Vignette

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Salzburg - Salzburgs Innenstadt platzt verkehrstechnisch aus allen Nähten. Auch viele Autofahrer aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein pendeln täglich in die österreichische Großstadt. Um dem Verkehrschaos entgegenzuwirken, fordert die ÖVP nun eine Kurzzeit-Vignette.

Anstatt von der A8 direkt weiter auf die A1 zu fahren, nehmen viele Pendler aus der Region lieber den Weg durch das überlastete Stadtgebiet. Grund: Sie wollen nicht für das "Pickerl" zahlen. Die Stadt Salzburg hatte bereits verschiedene Maßnahmen ins Auge gefasst, um sein Verkehrsproblem in den Griff zu bekommen. Die Einführung einer Pendlermaut war fast beschlossene Sache, als sich im August Juristen zu Wort meldeten und die Maut als grob rechtswidrig einstuften. Daraufhin verwarf die Stadt ihre Pläne.

Um die verstopften Straßen in der Innenstadt dennoch zu entlasten, fordere die ÖVP (Österreichische Volkspartei) nun eine Kurzzeit-Vignette um drei Euro für 90 Minuten Autobahn, berichtet der ORF. Über das Handy solle man diese kaufen können.

Doch die ASFINAG (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft) stemmt sich dagegen. Eine derartige Vignette sei weder vorgesehen noch möglich, äußert ein ASFINAG-Sprecher gegenüber dem ORF, denn das Bundes-Mautgesetz schreibe bundesweit einheitliche Regelungen vor. Die Vignette dürfe es demnach nur für ein Jahr, zwei Monate oder zehn Tage geben.

Einzige Chance also für die ÖVP, die Vignette doch noch durchzudrücken: Eine Gesetzesänderung, die vom Nationalrat verabschiedet werden müsste.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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