Forscher warnen vor weiterem Vulkanausbruch

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Der Vulkan Hekla aus Island bricht pünktlich alle zehn Jahre aus - das letzte Mal 1970 (Archivbild).

Reykjavik - Vulkan Eyjafjallajökull stößt immer weniger Asche aus. Forscher warnen allerdings vor einem weiteren Vulkanausbruch auf Island - mit noch drastischeren Folgen für Europa.

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Geophysiker warnen nach dem Ausbruch des Eyjafjallajökull vor weitern Vulkanausbrüchen auf Island mit Auswirkungen auf Europa.Anfang des 19. Jahrhunderts sei nach dem Eyjafjallajökull der Nachbarvulkan Katla ausgebrochen. “Das könnte jetzt wieder passieren“, sagte der Geophysiker Birger Lühr vom Geoforschungszentrum Potsdam der “Mitteldeutschen Zeitung“.

Der Katla liege auch unter einem Gletscher - damit bestehe die Gefahr, dass es wieder zu Dampfexplosionen komme, die die Vulkanasche wie jetzt in höhere Schichten der Atmosphäre schleudern könnten. Am wahrscheinlichsten sei aber der Ausbruch des Vulkans Hekla, der seit 1970 pünktlich alle zehn Jahre Lava und Asche spucke. Er liegt nur 50 Kilometer vom Vulkan Eyjafjalla entfernt.

Forscher bestätigen Vulkanasche-Modelle

Die Bewegung der Vulkanaschewolke aus Island ist nach Erkenntnissen niederländischer Forscher mit Hilfe von Computermodellen weitgehend präzise berechnet worden. Das hätten Untersuchungen der Aschewolke von einem Flugzeug aus ergeben, teilte das niederländische Zentrallabor für Luftfahrttechnik (NLR) am Dienstag mit.

Wissenschaftler des NLR waren in der Nacht zum Montag mit einem Forschungsflugzeug über den südlichen Niederlande aufgestiegen, um die Genauigkeit der vom niederländischen Wetterdienst verwendeten Atmosphärenmodelle zu verifizieren. Unter anderem Berechnungen mit solche Modellen zur Bewegung der Aschewolke liegen den - oft umstrittenen - Entscheidungen der Behörden über die Sperrung von Lufträumen zugrunde.

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

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Beim Flug mit dem NLR-Forschungsflugzeug vom Typ Cessna Citation sei die Aschewolke deutlich erkennbar gewesen, erklärten die Wissenschaftler. Der Flug habe gezeigt, “dass die Modelle die Position der Ascheschicht exakt bestimmt hatten“. In Europa stünden nur wenige Methoden für die präzise Messung von Vulkanasche zur Verfügung, erklärte das NLR. Zudem gebe es keine einheitlichen Bestimmungen dafür, bei welcher Konzentration von Aschepartikeln ein Luftraum geschlossen werden muss oder wieder freigegeben warden kann.

dpa

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