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Sie wollten Hunde retten

Vulkanausbruch auf La Palma: Polizei erwischt Touristen bei Selfies in Gefahrenzone

In einer waghalsigen Aktion nähern sich vier Briten dem Vulkanausbruch auf La Palma. Ihre Mission: zurückgelassene Hunde retten. Doch sie unterschätzen die Gefahr.

El Paso – Es sind Bilder, die eigentlich niemand braucht: Vier muskelbepackte Männer in knapper Kleidung posieren grinsend vor einem feuerspeienden Vulkan. Hinter ihnen rotglühende Lava, Rauch und Asche. Auf diese Weise sorgten kürzlich vier Engländer auf La Palma für Aufsehen. Die Touristen waren extra aus Teneriffa angereist. Jetzt haben sie sich in einem Interview mit der britischen Boulevardzeitung Daily Mail zum Grund ihrer leichtsinnigen Exkursion auf den Vulkan geäußert: Angeblich wollten sie Hunde retten, die in dem Gebiet der Vulkankette Cumbre Vieja eingeschlossen waren.

Die Männer, „alle große Tierliebhaber“, seien einem Aufruf in den sozialen Netzwerken gefolgt, sagt einer von ihnen im Interview. Doch sie hätten „das Ausmaß der Schäden definitiv unterschätzt“.

Lava und Pyroklastika werden am 20. Oktober vom Vulkan auf La Palma ausgestoßen. Seit Mitte September kommt der Vulkan nicht zur Ruhe.

Hunde auf La Palma vor dem Vulkan retten? Vier Männer setzen ihr Leben aufs Spiel

Tatsächlich hatten die Schicksale zurückgelassener Haustiere auf Facebook, Twitter und Instagram die Menschen bewegt. Bilder der abgemagerten Hunde, die nach dem Ausbruch des Vulkans Cumbre Vieja zwischen Lavaströmen eingeschlossen waren, hatten in den vergangenen Tagen im Netz für Furore gesorgt. Nach besorgten Aufrufen von Tierschützerinnen und Tierschützern hatte das spanische Drohnen-Unternehmen Aerocameras vergangene Woche sogar eine Rettungsaktion vorbereitet.

Der gefährliche Aufstieg der vier Männer auf den Vulkan wurde schließlich zu einer Evakuierungsmission der Polizei. Zwei Einsatzkräfte griffen die Touristen auf und unterstützten sie beim Abstieg – nachdem sie aufgrund des Ascheregens an Atemnot gelitten hatten.

Polizei auf La Palma prüft Konsequenzen für Touristen auf Vulkan

Ihr Ausflug wurde zum Aufreger in den sozialen Netzwerken. Die Briten hatten Selfies und Gruppenfotos gepostet. Dank dieser Bilder konnte die Polizeieinheit Guardia Civil die Männer im Nachhinein identifizieren, berichtet die kanarische Zeitung El Día. Rechtliche Konsequenzen werden geprüft.

Der Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma* ging auch am Wochenende mit unverminderter Heftigkeit weiter. Seit dem 19. September spuckt der bisher namenlose Feuerberg in der Cumbre Vieja im Süden der Insel große Mengen Lava, Rauch und Asche aus. Aufnahmen der Nasa aus dem Weltall* verdeutlichen das Ausmaß der Naturgewalt. In den fünf Wochen seither begrub die Lava ein Gebäude nach dem anderen langsam, aber unaufhaltsam unter sich – am Sonntag (24.10.2021) waren es schon 2270, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Für die Betroffenen, von denen etwa 7000 ihre Häuser verlassen mussten, ist es eine Katastrophe in Zeitlupe. (kke/dpa/AFP)*fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Europa Press/dpa

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