Weniger Straftäter in Deutschland

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Wiesbaden - Im vergangenen Jahr ist die Zahl der nach einem Verbrechen verurteilten Täter bundesweit leicht zurückgegangen. Rund 844.500 Personen wurden 2009 wegen Verbrechen oder Vergehen rechtskräftig verurteilt.

Das waren drei Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zu 2007, als die Strafverfolgungsstatistik erstmals flächendeckend in Deutschland durchgeführt wurde, ging die Verurteiltenzahl um sechs Prozent zurück. Dieser Trend ist den Angaben zufolge besonders auf den Rückgang bei Straftaten im Straßenverkehr zurückzuführen. Im Jahr 2009 wurden rund 188.400 Personen und damit 22 Prozent aller Verurteilten wegen Straßenverkehrsdelikten belangt. 2008 wurden in dieser Gruppe noch etwa 204.900 Verurteilte gezählt. Von den Verurteilten des vergangenen Jahres erhielten fünf Prozent eine Freiheits- oder Jugendstrafe ohne Bewährung.

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Bei 13 Prozent der Verurteilten wurde die Freiheits- oder Jugendstrafe zur Bewährung ausgesetzt. Die zahlenmäßig wichtigste strafrechtliche Sanktion war die Geldstrafe nach allgemeinem Strafrecht. 2009 erhielten rund 70 Prozent der Verurteilten eine Geldstrafe. Mit sogenannten Zuchtmitteln und Erziehungsmaßregeln nach Jugendstrafrecht wurden die Straftaten von zwölf Prozent aller Verurteilten sanktioniert. Nach Straßenverkehrsdelikten waren Diebstahl und Unterschlagung laut Statistikamt die häufigsten Delikte. Im Jahr 2009 wurden 18 Prozent der Personen deswegen verurteilt, weitere zwölf Prozent wegen Betrugs. Wegen Körperverletzung mussten sich zehn Prozent der Verurteilten verantworten, wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sieben Prozent.

dapd

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