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Schnee, Sturm und Dauerregen: Wetter-Warnung für die Region - Lawinengefahr steigt

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Von: Markus Zwigl

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In den kommenden Tagen soll die Lawinengefahr noch deutlich ansteigen.
In den kommenden Tagen soll die Lawinengefahr noch deutlich ansteigen. © Montage dpa

Bayern/Tirol - Stürmisches Wetter in Bayern und viel frischer Schnee in Tirol: Für Wintersportler kann es ungemütlich und auch durchaus gefährlich werden. In Tirol gilt bereits erhebliche Lawinengefahr - mit klar steigender Tendenz.

Update, 15.41 Uhr - Tiefdruckgebiet bringt Schnee, Sturm und Dauerregen

Ein Tiefdruckgebiet sorgt in den kommenden Tagen für ziemlich ungemütliches Wetter in Bayern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Mittwoch vor schweren Sturmböen sowie Schneeverwehungen in Teilen Bayerns, die bis zum Wochenende anhalten könnten. 

Vor allem im Bergland sind demnach Windböen mit bis 90 Stundenkilometern möglich, in den Kammlagen der Alpen und des Bayerwaldes Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern. Der DWD warnte zudem vor Dauerregen in Teilen Oberfrankens, der Oberpfalz und Niederbayerns mit Niederschlagsmengen zwischen 40 und 60 Litern pro Quadratmeter in 48 bis 60 Stunden.

Für die Hochlagen der Alpen kündigte der DWD teilweise kräftigen Schneefall an, der bis mindestens Freitag anhalten könne. Am Wochenende steige zudem die Gefahr von Lawinen an.

Für den Landkreis Berchtesgadener Land und für die südlichen Teile der Kreise Rosenheim und Traunstein gab der DWD eine amtliche Unwetterwarnung vor starkem Schneefall (Stufe drei von vier). „Es tritt im Warnzeitraum oberhalb 1000 m starker Schneefall mit Mengen zwischen 40 cm und 70 cm auf. In Staulagen werden Mengen bis 100 cm erreicht. Verbreitet wird es glatt“, heißt es wörtlich. Die Warnung gilt von Mittwoch (1. Februar) 18 Uhr bis Freitag (3. Februar) 10 Uhr.

In der gesamten Region gilt zudem bis Donnerstagvormittag (2. Februar) eine Unwetterwarnung der Stufe zwei von vier vor Sturmböen und Schneeverwehungen. Demnach können Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 km/h und 65 km/h anfangs aus westlicher, später aus nordwestlicher Richtung auftreten. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen müsse mit Sturmböen bis 75 km/h gerechnet werden

Erstmeldung:

Ein mächtiges Tiefdruckgebiet sorgt derzeit für stürmisches Wetter in Bayern. Das Frontensystem bringt ab Mittwoch (1. Februar) verbreitet Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h mit sich, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte.

Schwere Sturmböen in Südostbayern

Vor allem im östlichen Alpenvorland könnten die Böen auch 75 km/h erreichen. In den Kammlagen des Bayerwaldes und der Alpen seien gar schwere Sturmböen um 100 km/h zu erwarten. Hierzu veröffentlichte der Deutsche Wetterdienst auch eine aktuell geltende amtliche Wetterwarnung vor (schweren) Sturmböen.

Damit wird der Schnee in den Bergen voraussichtlich stark verfrachtet: eine Gefahr für Winterwanderer und Tourengeher. Skifahren dürfte aber auch allein schon wegen des Windes wenig Spaß machen. Frischen Schnee bringt das Tief zunächst übrigens kaum mit sich: Nur oberhalb von etwa 600 Metern erwarten die Meteorologen leichten Schneefall und Glätte.

Allerdings soll ab Donnerstag (2. Februar) zumindest in den Bergen wieder viel Schnee fallen. Auch der Deutsche Wetterdienst warnt im Zeitraum von Mittwoch (1. Februar) 18 Uhr bis Freitag (3. Februar) 18 Uhr vor starkem Schneefall bzw. Schneeverwehungen. „Mit ansteigender Schneefallgrenze sind oberhalb von etwa 1000 Meter verbreitet 30 - 80 Zentimeter Neuschnee zu erwarten. In Nordweststaulagen können vor allem am östlichen Alpenrand um 100 Zentimeter zusammenkommen“, heißt es wörtlich.

Die Lawinengefahr in Tirol steigt weiter

Dadurch steigt die Lawinengefahr mit Neuschnee und starkem Wind weiter. Wie sich die Wetterlage unterhalb von 1000 Meter präsentiert, ist noch unklar. Ob viel Schnee oder viel Regen kommt, hängt auch mit den aktuellen Temperaturen zusammen.

Während die Lawinengefahr im Deutschen Raum aufgrund der niedrigen Schneemengen nicht wirklich gegeben sein dürfte - hier sorgt der starke Wind und dichter Nebel für schwierige Verhältnisse - gilt in Tirol bereits Gefahrenstufe drei; mit klar steigender Tendenz für Donnerstag und das kommende Wochenende.

Triebschnee und schwacher Altschnee: Erhöhte Vorsicht

Laut lawinen.report (Land Tirol) erfordern Touren- und Variantenabfahrten bereits jetzt erhöhte Vorsicht. Triebschnee und schwacher Altschnee seien vor allem oberhalb der Waldgrenze die Hauptgefahr.

„Mit starkem Nordwestwind entstehen an allen Expositionen störanfällige Triebschneeansammlungen. Diese können oberhalb der Waldgrenze schon von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden. Besonders ungünstig sind kammnahe Hänge. Einzelne Gefahrenstellen liegen auch im Bereich der Waldgrenze. Lawinen sind meist mittelgroß. Gefahrenstellen und Auslösebereitschaft nehmen mit der Höhe zu. Zudem können Lawinen auch in tiefen Schichten ausgelöst werden. Solche Gefahrenstellen liegen an steilen, wenig befahrenen Schattenhängen oberhalb von rund 2200 m sowie an steilen Sonnenhängen oberhalb von rund 2500 m“, so die offizielle Meldung.

Auch die Kollegen von „Der Himmel im Südosten“ warnen vor Touren im freien Gelände. Es gilt die Empfehlung „dringend, auf den gesicherten Pisten zu bleiben. Im freien Skiraum ist große Erfahrung und defensives Verhalten nötig.“

mz

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