Autos beschädigt, Mauern eingestürzt

Nach Erdbeben in Zagreb: Mädchen (15) wird von Trümmern verschüttet - tot

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Erdbeben erschüttert Zagreb.

In Zagreb gab es am Sonntagmorgen ein mittelstarkes Erdbeben, welches für Verwüstung in der kroatischen Hauptstadt sorgte.

  • Am Sonntagmorgen wütete in Kroatien ein Erdbeben. 
  • In Zagreb gab es zwei mittelschwere Beben. 
  • Mauern stürzten ein, Ziegel flogen von Dächern und Autos wurden beschädigt.

Update vom 24. März, 12.48 Uhr: Ein 15 Jahre altes Mädchen, das bei einem Erdbeben in Zagreb schwer verletzt worden war, ist im Krankenhaus gestorben. Das berichtete das staatliche Fernsehen HRT am Montagabend. 

Das Mädchen war am Sonntag unter Trümmern verschüttet worden. Sie ist das einzig bekannte Todesopfer des Bebens.

26 Menschen wurden insgesamt verletzt, 17 von ihnen schwer, wie Innenminister Davor Bozinovic mitteilte. An 250 Gebäuden entstanden Schäden, darunter Krankenhäuser und die berühmte Kathedrale im Stadtzentrum. 

Mehrere Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 5,4 hatten die kroatische Hauptstadt erschüttert. 

Turmspitze fällt 100 Meter: Mittelstarkes Erdbeben in Zagreb - Auch in Österreich war es spürbar

Update vom 22. März, 14.48 Uhr: Zwei Erdbeben haben in der kroatischen Hauptstadt Zagreb Dutzende Menschen verletzt und schwere Schäden angerichtet. Die Erde bebte um 6.24 Uhr mit einer Stärke von 5,4. Keine halbe Stunde später um 7.01 Uhr folgte ein zweites Beben mit einer Stärke von 5,0. 

Eine 15-Jährige, die aus Trümmern geborgen wurde, rang im Krankenhaus um ihr Leben, berichtete der private Fernsehsender RTL unter Berufung auf Krankenhausärzte.

Die Zentren der beiden Beben lagen sieben beziehungsweise zehn Kilometer nördlich von Zagreb, teilte das European-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) mit. Es war seit 140 Jahren das schwerste Beben das Zagreb erschütterte. 

Menschen liefen erschrocken aus den Häusern. Das Innenministerium rief die Bürger dazu auf, nicht auf den Sicherheitsabstand zu vergessen, der angesichts der Coronavirus-Pandemie geboten ist. Kroatien verzeichnete bis zum Sonntag 204 nachgewiesene Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2, doch steigen die Zahlen derzeit von Tag zu Tag rasch an. 

Turmspitze fällt 100 Meter: Mittelstarkes Erdbeben in Zagreb - Auch in Österreich war es spürbar

Erstmeldung vom 22. März 2020:
Zagreb - In Zagreb gab es Sonntagmorgen ein Unglück, dass die europaweite Corona-Krise in den Hintergrund rücken ließ. Zwei mittelstarke Erdbeben erschütterten die Hauptstadt des Landes. Zum jetzigen Stand sind glücklicherweise noch keine Toten bekannt, doch einige Schwerverletzte. Das Nachrichtenportal 24sata.hr berichtete von dem Unglück. 

Zagreb vom Erdbeben erschüttert

Die Bilder der Verwüstung sind teils dramatisch, da Ziegel von den Dächern flogen, Mauern einstürzten, Autos beschädigt wurden und Fassaden Risse bekamen. Die Kathedrale der Stadt, ein Wahrzeichen, wurde auch in Mitleidenschaft gezogen. Die Turmspitze flog aus über 100 Metern auf den Boden.

Zagreber Erdbeben auf 5,0 und 5,3 angegeben 

Die Stärke des Bebens wurde vom EMSC (European-Mediterranean Seismological Centre - das Europäische Seismologie-Center) auf 5,3 (6.24 Uhr) und 5,0 (7.01 Uhr) angegeben. 

Auch das österreichische Portal oe24.at berichtet mit Katastrophen-Bildern von den schlimmen Resultaten der Naturkatastrophe. Selbst in Kärnten und Wien soll das Beben spürbar gewesen sein. Wien und Zagreb trennen knapp 270 Kilometer Luftlinie. 

Erdbeben - Richter-Skala und ihre Bedeutung

Richter-Magnitude

Angabe der Stärke

Folgen

< 2,0

Mikro

Nicht spürbar

2,0 bis 3,0

Gering

Nicht spür- aber messbar

3,0 bis 4,0

Gering

Oft spürbar, nur selten Schäden

4,0 bis 5,0

Leicht

Gegenstände bewegen sich, Geräusche sind zu hören, Schäden kaum

5,0 bis 6,0

Mittel

Gebäude mit Schäden, robuste Bauwerke kaum oder keine

6,0 bis 7,0

Stark

Zerstörung in besiedelten Gebieten

7,0 bis 8,0

Groß

Schwere Schäden über weite Gebiete

8,0 bis 9,0

Sehr groß

Zerstörungen einige hundert Kilometer

9,0 bis 10,0

Sehr groß

Verheerend, bis zu tausend Kilometern

Über 10

Massiv 

noch nie gemessen

Quelle: Aktion Deutschland hilft

ank

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