Mittelstarkes Erdbeben erschüttert Los Angeles

Los Angeles - Ein mittelstarkes Erdbeben hat die kalifornische Millionenmetropole Los Angeles erschüttert. Der Erdstoß am Sonntagabend (Ortszeit) hatte eine Stärke von 4,7.

Die Erschütterungen waren in weiten Teilen der Region zu spüren. Berichte über Verletzte oder Schäden lagen nach Angaben der Feuerwehr aber nicht vor. Das Zentrum des Bebens um 20.39 Uhr Ortszeit (05.39 MESZ) lag den Angaben zufolge 16 Kilometer südwestlich der Innenstadt von Los Angeles in der Nähe von Inglewood. Es dauerte ca. 15 Sekunden. Zunächst war von Stärke 5,0 berichtet worden.

Es erschütterte die gesamte Region und war im Süden bis nach San Diego zu spüren, wie die Seismologin Susan Hough mitteilte. “Das war ein starker Ruck. Er war bestimmt in einem Umkreis von 100 Meilen zu spüren“, sagte sie. Es folgten mindestens zwei Nachbeben, deren Höchststärke bei 3,1 lag. Hough sagte, weitere Nachbeben seien zu erwarten. Vom internationalen Flughafen in Los Angeles wurden keine Schäden gemeldet. Bei der Feuerwehr gingen nach Angaben von Sprecher Brian Humphrey zwar zahlreiche Anrufe ein, Berichte über größere Verletzungen gab es aber nicht.

Der 46-jährige Tom Oswalt aus Long Beach sagte, er habe gerade seinen Koffer für eine Geschäftsreise gepackt, als das Beben begonnen habe. “Mein erster Gedanke war: 'Kommt jetzt das ganz große Ding'? Es war ziemlich stark. Ich habe gedacht, ich muss meinen Hund schnappen und raus aus dem Haus.“

Auf dem internationalen Flughafen von Los Angeles ging der Betrieb ohne Einschränkungen weiter. Erdbeben sind in Kalifornien keine Seltenheit. Durch den südlichen Teil des US-Bundesstaates zieht sich auf einer Strecke von 1000 Kilometern die San-Andreas-Verwerfung, eine tief reichende Störung in der Erdkruste. Betroffen ist vor allem die Gegend zwischen San Francisco und San Diego. In den kommenden Jahrzehnten rechnen Geologen mit einem starken Beben (“The Big One“) im Raum San Francisco. Beim so genannten Jahrhundertbeben kamen in der Stadt 1906 bis zu 1500 Menschen ums Leben. Der Erdstoß hatte die Stärke 8,3.

dpa/AP

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