Schon 32 Tote: Hochwasser in Brasilien immer schlimmer

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Das Hochwasser reißt ein Auto in Sao Paulo mit.

Sao Paulo - Die von monatelangem Dauerregen verursachte Hochwasserkatastrophe im Norden Brasiliens nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Die Zahl der Toten stieg nach amtlichen Angaben auf mindestens 32.

Mehr als 200.000 Menschen wurden obdachlos. Aus mehreren von der Außenwelt abgeschnittenen Dörfern wurden Plünderungen gemeldet.

Meteorologen befürchten, dass die starken Niederschläge in dem riesigen Gebiet zwischen dem Amazonasdschungel und der Atlantikküste im Nordosten des Landes noch Wochen andauern. Weil es es aus vielen Gegenden seit Tagen keine Informationen gab, fürchteten die Behörden, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte.

In einigen Orten stehe das Wasser so hoch, dass die Menschen selbst in Booten nicht erreicht werden könnten, erklärten die Streitkräfte am Mittwoch. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie sich Hunderte Menschen mit Haustieren und Hühnern in einem verlassenen Krankenhaus drängten, das nur über eine funktionsfähige Toilette verfügte.

Mehrfach wurden Klagen laut, dass die Menschen nicht rasch genug Hilfe bekämen. In der 70.000-Einwohner-Stadt Bacabel fehlten dringend Trinkwasser, Decken und Hygieneprodukte, erklärten die Behörden. In Altamira im Dschungelstaat Para wurden nach Angaben des Bürgermeisters rund 5.000 Gebäude beschädigt, fast ein Drittel aller Einwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. In der Stadt fiel binnen drei Stunden mehr Regen als sonst in zwei Monaten.

Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hatte nach einem Rundflug über das Katastrophengebiet erklärt, es müsse geprüft werden, ob der Klimawandel bei dem ungewöhnlich heftigen Regen und die Zerstörung eine Rolle spiele. “Etwas verändert sich und wir haben immer noch Zeit, das in Ordnung zu bringen“, sagte er.

AP

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