Retter eilen über Grenze zu Hilfe

Schweres Zugunglück in Tschechien: Deutscher unter den Toten - Lokführer verhaftet

Schwerer Zugunfall in Tschechien: Zwei Personenzüge sind zusammengestoßen.
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Schwerer Zugunfall in Tschechien: Zwei Personenzüge sind zusammengestoßen.

Bei einer Kollision zweier Personenzüge im Westen Tschechiens sind knapp 25 Menschen verletzt worden. Ein Deutscher und ein Tscheche starben.

  • Zwei Personenzüge sind in Tschechien zusammengestoßen.
  • In der Nähe des Kurorts Karlsbad ereignete sich das Zugunglück.
  • 25 Menschen sind verletzt worden, ein Deutscher und ein Tscheche starben.

Update vom 8. Juli, 7.06 Uhr: Im tschechischen Grenzgebiet zu Deutschland sind zwei Personenzüge am Dienstagnachmittag auf einer eingleisigen Strecke im Erzgebirge frontal ineinander gefahren. Mehrere Menschen wurden verletzt. Jetzt steht die Suche nach der Ursache im Mittelpunkt. Bei dem Unfall kam ein Deutscher ums Leben, wie eine Sprecherin der Polizei in Karlsbad (Karlovy Vary) bestätigte. Auch ein Tscheche starb bei der Kollision.

Nach einer letzten Bilanz des Rettungsdienstes wurden zudem neun Menschen schwer und 15 leicht verletzt. „Es ist offensichtlich, dass es zu menschlichem Versagen gekommen ist“, sagte der tschechische Verkehrsminister Karel Havlicek dem Sender CT. Er war noch am Abend an den Unglücksort geeilt. Die Polizei nahm einen der beiden Lokführer fest. Der Verdacht laute auf fahrlässige Gefährdung der Allgemeinheit, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.


Zugunglück in Tschechien: Polizei ermittelt gegen Lokführer

Der Fahrer soll nach ersten Erkenntnissen zu früh losgefahren sein. Er habe neben den Gleisen gesessen und gesagt „Was habe ich nur getan, was habe ich nur getan“, berichtete ein Augenzeuge der Zeitung „Pravo“. Auch die Eisenbahninspektion nahm Ermittlungen zur Unglücksursache auf.

Viele der Reisenden wollten einen Ausflug in die Berge machen. Die kurvenreiche und hügelige Trasse führt über den Erzgebirgskamm. Die beiden Züge sollten sich eigentlich erst im nächsten Bahnhof kreuzen.

Die Unglücksstelle in einem Waldstück zwischen den Gemeinden Pernink und Nove Hamry war für die Rettungskräfte nur schwer zugänglich. Die Feuerwehr musste die Verletzten über die Gleise zu Fuß in den nächsten Bahnhof tragen. Mehrere Rettungshubschrauber waren im Einsatz, darunter auch einer aus Sachsen, um die Schwerverletzten in Kliniken zu bringen.

Tschechien: Zugunglück mit 90 Kilometer pro Stunde

Auf Fotos war zu sehen, dass die beiden Fahrerbereiche komplett demoliert waren. Der Betrieb auf der Strecke wird im vereinfachten Betrieb ohne besondere sicherungstechnische Einrichtungen durchgeführt. Dafür ist die Höchstgeschwindigkeit auf 90 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Tschechien verfügt laut Eurostat über eines der dichtesten Eisenbahnnetze in Europa. Doch große Teile der Infrastruktur sind veraltet. Vor zwei Jahren stellte der Rechnungshof fest, dass 35 Prozent des Wagenmaterials älter als 30 Jahre ist.

Schweres Zugunglück in Tschechien: 30 Verletzte, mehrere Tote - Zug startete in Deutschland

Update vom 7. Juli, 18.33 Uhr: Nach dem Zusammenstoß zweier Personenzüge in Tschechien gibt es neue Informationen. Weil die Unglücksstelle in einem Waldgebiet liege, gestaltete sich die Anfahrt für die Rettungskräfte schwierig, sagte der Sprecher des Rettungsdienstes, Radek Hes. 

Teilweise mussten die Verletzten von der Feuerwehr über die Gleise zum nächsten Bahnhof gebracht werden. Auch die umliegenden Wälder wurden durchsucht, denn möglicherweise haben Personen sich im Schockzustand von der Unfallstelle entfernt. Unter den Verletzten sollen sowohl tschechische als auch deutsche Staatsbürger sein.

Zugunglück in Tschechien: Strecke ist nur eingleisig

Bisher gibt es noch keine Erkenntnis, warum die Züge kollidierten. Eigentlich hätten sie erst im nächsten Bahnhof kreuzen sollen. Die Strecke führt einspurig, hügel- und kurvenreich über den Erzgebirgskamm.

Zugunglück im tschechischen Grenzgebiet.

Karlsbad - In der Nähe des tschechischen Kurortes Karlsbad sind zwei Personenzüge kollidiert. Nach Angaben des tschechischen öffentlich-rechtlichen Fernsehens CT und Auskünften der Rettungskräfte wurden etwa 30 Menschen verletzt, mindestens zwei Personen starben.

Zugunglück in Tschechien: Zug startete in Sachsen

Die Unglücksstelle liegt zwischen den Orten Pernink und Nove Hamry im Westen Tschechiens. Die Strecke führt vom tschechischen Karlsbad ins sächsische Johanngeorgenstadt. Die kurvenreiche Strecke führt auch durch das Erzgebirge

Bereits kurz nach dem Unglück wurden die Rettungskräfte alarmiert. Auch Einsatzkräfte aus Sachsen machten sich auf den Weg zur Unglücksstelle. Ein Rettungshubschrauber war ebenfalls vor Ort. Die Krankenhäuser in der Umgebung wurden in Bereitschaft versetzt. Wie es zu dem Zusammenstoß gekommen ist und ob Deutsche unter den Opfern sind, ist derzeit noch nicht klar. (tel)

Weitere aktuelle Meldungen: Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro wurde positiv auf Corona getestet. In Frankreich erschüttert eine brutale Attacke auf einen Busfahrer die Nation. 

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