Esa-Direktor: 2019 könnte der nächste Deutsche zur ISS fliegen

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Thomas Reiter, Esa-Direktor für bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb, im Hauptkontrollraum der europäischen Weltraumbehörde in Darmstadt. Foto: Arne Dedert/Archiv

Berlin (dpa) - Im Jahr 2019 könnte nach Angaben der Europäischen Weltraumagentur Esa der nächste Deutsche zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.

"Ich denke, es wird so in dem Zeitraum um 2019 sein. Vielleicht genau 2019, vielleicht erst um den Wechsel dieses Jahrzehnts", sagte der Esa-Direktor für bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb, Thomas Reiter, am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Zuletzt hatte der deutsche Geophysiker Alexander Gerst von Mai bis November 2014 auf der ISS geforscht. Die Esa will heute in Darmstadt ihre kommenden Projekte vorstellen.

Nach der spektakulären Landung eines Mini-Labors auf dem Kometen "Tschuri" überlegt die Esa, ob die "Rosetta"-Mission um ein Jahr verlängert wird. Das Projekt könnte dann bis Ende 2016 dauern, sagte Reiter im Esa-Satelliten-Kontrollzentrum Esoc in Darmstadt. Darüber solle im Juni entschieden werden. "Wir drücken die Daumen, dass die Budgets zur Verfügung stehen."

Das Mini-Labor "Philae" war vor zwei Monaten von der Raumsonde "Rosetta" aus auf dem Kometen abgesetzt worden. "Rosetta" begleitet den Schweifstern weiter, der mit vollem Namen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" heißt.

Für Februar sind wichtige Manöver geplant. "Rosetta" soll sich "Tschuri" auch mal bis auf sechs Kilometer nähern. Beobachtet wird unter anderem, wie sich die Aktivität des Schweifsterns auf seiner Reise Richtung Sonne entwickelt.

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