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Gen ist Schuld an unstillbaren Appetit

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Übergewicht: US-Forscher entdecken Gen, das  Schuld an zügelosen Appetit ist

München - Essen, essen und essen - viele Übergewichtige können ihren Appetit kaum bremsen. US-Forscher haben jetzt herausgefunden, woran das liegen könnte: an einem Gen.

Ob Torte, Schnitzel oder Chips - bei manchen Menschen scheint die Gier nach Lebensmittel niemals gestillt zu sein. Es ist ein Teufelskreis. Denn die Folge sind überflüssige Kilos. Forscher der Georgetown University in Washington haben nun den Grund für den grenzenlosen Hunger entdeckt. Schuld ist ein defektes Gen, das scheinbar ein normale Sättigungsgefühl im Körper ausbremst.

Das Fress-Gen heißt Bnf-Gen. Erstmal haben Wissenschaftler jetzt im Mausexperiment herausgefunden, wie dieses Gen funktioniert. Normalerweise sendet der Körper, wenn er satt ist Signale an das Gehirn. Ist das Gen aber defekt, kommen Botenstoffe, wie die wichtigen Hormone Insulin und Leptin, nicht ans Ziel. Der Mechanismus, der das Körpergewicht dadurch reguliert, ist gestört.

“Wenn es ein Problem mit dem Bdnf-Gen gibt, können Neuronen nicht miteinander sprechen und die Signale von Leptin and Insulin funktionieren nicht", sagt Studienleiter Baoji Xu. Ein Völlegefühl tritt nicht ein. Der Hunger niemals gestillt.

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Die Ergebnisse werten die Mediziner als Durchbruch. Sie könnten "neue Möglichkeiten eröffnen, dem Gehirn zu helfen, das Körpergewicht zu kontrollieren", erklärt Xu. Vielleicht gelingt es den Wissenschaftlern in der Zukunft ein Medikament herzustellen, dass diese Appetit-Bremse wieder aktivieren kann und so dem Übergewicht entgegenwirkt.

ml

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