Sonnensturm: Erhöhtes Strahlenrisiko bei Flugreisen

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Washington - Der seit 2005 stärkste Sonnensturm ist auf die Erde zugerast. Flugzeugpassagiere könnten dadurch einem erhöhten Strahlenrisiko ausgesetzt sein.

Ein gewaltiger Sonnensturm ist auf die Erde zugerast. Er sollte nach Berechnungen der US-Wetterbehörde NOAA am Dienstagmittag (MEZ) auf die Erdatmosphäre treffen, nach Einschätzung anderer Experten bereits früher. Der Sonnensturm hat nach Angaben der NOAA die Stärke S3 auf einer fünfteiligen Skala, er sei der gewaltigste seit 2005.

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Für Natur und Menschen auf der Erde ist der Sonnensturm ungefährlich, da er nicht durch das natürliche Magnetfeld und die Atmosphäre dringt. Bei Stärke S3 können jedoch Passagiere und Crew von sehr hoch fliegenden Flugzeugen eventuell einem erhöhten Strahlenrisiko ausgesetzt sein. Insbesondere in Polnähe werden möglicherweise Navigationssysteme von Flugzeugen gestört. Beides lässt sich umgehen, indem Flugrouten geändert werden.

Größere Gefahr besteht für Astronauten, die sich außerhalb eines Raumschiffs befinden. Es kann zudem zu kleineren Störungen von Satelliten kommen, daher werden die Solarsegel bei Sturmwarnung im All oftmals eingezogen und bestimmte Instrumente abgeschaltet.

Die Plasmawolke hatte sich am Montag von der Sonne gelöst. Sie hatte nach NOAA-Angaben eine Anfangsgeschwindigkeit von mehr als 2000 Kilometern pro Sekunde - das sind über 7,2 Millionen Kilometer pro Stunde.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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