Robert Koch-Institut

Vorletzte Grippewelle war tödlichste in 30 Jahren

Eine Patientin lässt sich in einer Polyklinik gegen Grippe impfen. Foto: Martin Schutt
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Eine Patientin lässt sich in einer Polyklinik gegen Grippe impfen. Foto: Martin Schutt

Berlin (dpa) - Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 hat nach Schätzungen in Deutschland rund 25.100 Menschen das Leben gekostet.

Das sei die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren, erklärte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, mit Blick auf aktuelle Auswertungen seiner Einrichtung. Es gebe auch saisonale Wellen mit wenigen Hundert Todesfällen.

Ein Vergleichswert für die laut RKI «moderate» Welle 2018/19 liegt noch nicht vor. Die Experten gehen von 3,8 Millionen Arztbesuchen wegen Grippe in der vergangenen Saison aus. Das ist weniger als halb so viel wie 2017/18. Insgesamt registrierte das Institut von Oktober bis Mitte Mai 182 000 labordiagnostisch bestätigte Grippe-Fälle.

Grippe wird durch Influenza-Viren ausgelöst. Die Erkrankung beginnt oft plötzlich. Zu typischen Symptomen zählen Fieber, Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Glieder- und Kopfschmerzen sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung gegen Grippe Menschen ab 60, chronisch Kranken, Schwangeren sowie Medizin- und Pflegepersonal. Neben der Impfung, die laut RKI die wichtigste Schutzmaßnahme darstellt, empfehlen die Experten gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten.

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