Biathlon: Herrmann-Wick mit besonderer Ehre - „Mir fehlen die Worte“

Wenige Monate nach dem Ende ihrer Biathlon-Karriere wurde Denise Herrmann-Wick in ihrer Heimat verabschiedet. Dabei machte ihr ihre Heimatgemeinde ein ganz besonderes Geschenk.
Bockau - Im Biathlon hat Denise Herrmann-Wick über viele Jahre ihre Spuren hinterlassen. Daran wird sich auch der Nachwuchs in ihrer sächsischen Heimat noch lange erinnern. Grund dafür ist eine ganz besondere Ehre, die der 34-Jährigen zuteil wurde.
Im Rahmen ihrer offiziellen Verabschiedung verkündete die knapp 2000-Einwohne-Gemeinde in Sachsen, dass die Sporthalle in Bockau künftig den Namen der Weltmeisterin und Olympiasiegerin tragen wird. Entsprechend gerührt zeigte sich der ehemalige Biathlon- und Langlaufstar.
Biathlon: Herrmann-Wick begeistert von der Namensgebung der Sporthalle in Bockau
„Bockau, mir fehlen die Worte! Es ist unglaublich, mit wie viel Herzblut ihr meine Verabschiedung auf die Beine gestellt habt. Ihr begeistert und überrascht mich immer wieder aufs Neue!“, schrieb sie in den Sozialen Medien und ergänzte.
„Es erfüllt mich mit großem Stolz, dass die neu sanierte Sporthalle fortan meinen Namen trägt. In einem Ort, in dem meine Wurzeln sind und die Halle, in der ich spielerisch die tiefe Liebe zu Sport mit meinen Freunden erfahren durfte“, so die Sprint-Weltmeisterin von Oberhof. Die Sporthalle trägt künftig den Namen ‚Sporthalle Denise Herrmann-Wick‘.
Biathlon: Herrmann-Wick motiviert Kinder ihrer Heimat
Ihrer Heimat will Herrmann-Wick etwas zurückgeben und überreichte einen Spendenscheck in Höhe von 1000 Euro. „Ich hoffe, dass ich mit meiner Spende aus dem Erlös der ‚Champions Wine Selection‘ zumindest vielen Kindern des Kindergartens und der Grundschule Bockau selbiges ermöglichen und zurückgeben kann. Sport und körperliche Aktivität vermitteln so bedeutsame Grundwerte wie Respekt und dem Umgang mit Sieg und Niederlage. Vor allem aber formen sie die Persönlichkeit, sowie Charakterstärke, Ehrgeiz und Motivation.“
*Instagram-Beitrag: Denise Herrmann-Wick bei ihrer Verabschiedung in Bockau
Herrmann-Wick wurde 1988 im sächsischen Schlema geboren und wuchs anschließend in Bockau auf. Sie startete während ihrer Karriere für den WSV Oberwiesenthal und war Sportsoldatin der Bundeswehr-Sportfördergruppe im sächsischen Frankenberg.
Ihre zweite Heimat hat die Olympiasiegerin von 2022 aber längst in Oberbayern gefunden. Seit vielen Jahren lebt sie mit ihrem Ehemann Thomas Wick, ehemaliger Langläufer, in Ruhpolding. Dort baut das berühmte Sportlerpaar derzeit ein Haus und plant die Zukunft. Ihre Wurzeln hat Denise Herrmann-Wick aber offensichtlich nie vergessen.
Quelle: chiemgau24.de
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