„Schäme mich dafür“

Deshalb brach Austro-Ski-Star Feller im Interview in Tränen aus

Ski-Star Manuel Feller
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Ski-Star Manuel Feller: Hochemotionales Interview.

Es war ein höchstemotionaler Moment: Österreichs Ski-Star Manuel Feller (28) bricht vor laufender Kamera in Tränen aus. Ihm selbst ist das peinlich.

Für die Ski-Nation Österreich läuft es in diesem Winter noch nicht so richtig. Während es in den Speedrennen zwar schon Podestplätze gab, gingen die Techniker in den Riesenslaloms bislang leer aus. Es lastete also ein Riesendruck auf Österreichs Wintersportlern. Besonders für Manuel Feller ist die Situation alles andere als leicht, drohte er gar aus den Top 30 der Slalom-Startliste zu fallen. Doch Feller gelingt der Turnaround: Im zweiten Lauf der Gran Risa fährt er auf Rang zwei. Klar also, dass die Erleichterung bei ihm groß ist.

„Unglaublich. Eine Genugtuung. Ich wäre auch mit dem fünften, vierten Platz happy gewesen“, gibt er nach dem Rennen ORF-Reporter Rainer Pariasek zu verstehen. Dann wird er von seinen Emotionen übermannt. Er macht eine Handbewegung, gibt zu verstehen, dass er unterbrechen muss. Er wird schließlich gefragt, ob zuletzt nicht mehr alle an in geglaubt hätten. Nun stehen die Tränen in Fellers Augen: „Das sind die falschen Worte. Ich wurde durch den Dreck gezogen. Vor allem die letzte Saison war unglaublich anstrengend, unglaublich schmerzhaft. Der ganze Sommer war zäh, mit Schmerzen. Eine Genugtuung. Danke an alle Betreuer, Physios, die Freundin, Family und auch meine Fans.“

Wie „blick.ch“ berichtet, wurde Feller regelmäßig von Rückenbeschwerden geplagt. Das blieb auch nicht ohne Folgen für die Vorbereitung auf die laufende Saison.

Am Tag nach dem emotionalen Interview erzählt der Ski-Star, dass er viele Reaktionen auf das Interview erhalten habe. „Es war sehr berührend. Ich habe auch Nachrichten bekommen, dass Leute mit mir vor dem Fernseher geweint haben. Aber für das schäme ich mich ja eh noch immer.“ Dafür hat Feller allerdings - gerade nach den zuletzt gezeigten Leistungen - überhaupt keinen Grund.

-Red.-

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