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Vorfreude auf Lake Placid

Heimerl bei der Eisschnelllauf-WM der Studenten

Josephine Heimerl aus Inzell.
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Josephine Heimerl aus Inzell.

Im amerikanischen Lake Placid finden vom Mittwoch an die Weltmeisterschaften der Studenten im Eisschnelllaufen statt. Mit dabei ist auch Josephine Heimerl vom DEC Inzell. Die 21-jährige freut sich darüber, jetzt am Saisonende noch einmal einen internationalen Wettkampf bestreiten zu dürfen.

Inzell - Heimerl hat zur Teilnahme alle erforderlichen Kriterien erfüllt, darunter auch die vorgegebenen Mindestzeiten über die einzelnen Strecken. Schließlich lief in dieser Saison nicht alles perfekt für die in Schleching wohnende Sportlerin.

Sie musste kurz vor der Saison feststellen, dass mit ihrem Körper etwas nicht stimmte. „Ich bin nicht mehr auf die Füße gekommen und körperlich nicht mehr in der Lage gewesen, Leistungssport zu machen“, erinnert sich die Sportlerin, die in ihrer Trainingsgruppe Josi genannt wird.

Auf ärztlichen Rat zog sie sich daher für ein paar Wochen aus dem Spitzensport zurück. Mühsam kämpfte sie sich nach dem Jahreswechsel zurück und merkte, dass es immer mehr aufwärts ging. Zum Finale des Juniorenweltcups im Februar in Innsbruck erntete sie den Lohn für ihren harten Weg zurück.

„Diese Medaille war etwas besonderes für mich“

Mit Gold, Silber und Bronze belohnte sie sich in der Gruppe der Neo-Senioren. „Ich habe mich Stück für Stück hineingetastet und gemerkt, dass es langsam wieder wird.“ Am Ende war es die Goldmedaille im Teamsprint zusammen mit ihrer Vereinskollegin Anna Ostlender, der zweite Platz über die 1.500-Meter und Bronze in der Verfolgung.

„Vor allem die Medaille im Team war was Besonderes für mich, da habe ich mich sehr darüber gefreut“, sagt sie rückblickend. Eigentlich hatte sie vor der Saison ein wenig darauf spekuliert, vielleicht das Ticket zu den Olympischen Spielen in Peking zu ergattern.

Ein klares Ziel vor Augen

„Nachdem ich gut durch den Sommer gekommen bin, war das für mich schon ein Thema. Da ich aber die Weltcups in Nordamerika nicht bestreiten konnte, hatte ich keine Möglichkeit, mich zu qualifizieren“, meint sie etwas enttäuscht. Nun will sie alles daransetzen, in vier Jahren bei den Spielen in Mailand dabei zu sein.

„Das ist mein großes Ziel, dafür muss ich mich Jahr für Jahr stetig verbessern“, weiß sie. Helfen soll ihr dabei ihr Trainer Andreas Kraus. Er ist verantwortlicher Stützpunkttrainer in Inzell und hat die vergangenen Jahre für einen richtigen Aufschwung im heimischen Nachwuchsbereich gesorgt. „Die Perspektiven für mich sind sehr gut“, sagt Josi, die mittlerweile eine sogenannte Behördensportlerin bei der Bundeswehr ist.

Dank deren Unterstützung kann sie den Leistungssport finanziell unabhängig bestreiten. Ihre Lieblingsstrecken sind die 1.000- und 1.500-Meter, da kann sie neben ihren Sprintfähigkeiten auch ihre Technik ausspielen. „Die 3.000 sind mit etwas zu lang“, meint sie auf die dementsprechende Frage schmunzelnd.

SHu.