Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Winterspiele in Peking

Goldfavorit Nörl stürzt: Nächstes Debakel für Snowboarder

Martin Nörl
+
Snowboard-Crosser Martin Nörl (r) schied im Viertelfinale aus.

Lange wehrt sich Martin Nörl gegen seine Favoritenrolle bei Olympia. Zurecht, wie sich nun zeigt. Viel Druck, ein schlechter Start und etwas Pech lassen die Medaillenträume früh platzen. Am Ende triumphiert ein Österreicher.

Zhangjiakou - Einsam und gemächlich trudelte Snowboarder Martin Nörl nach Startpatzer und Sturzpech in das Ziel im Genting Snow Park. Seine drei Kontrahenten im Viertelfinale des olympischen Boardercross-Wettbewerbs warteten dort bereits.

„Die Enttäuschung ist schon groß. Wenn man in einer Favoritenrolle nach China fährt, will man auch performen“, sagte Nörl nach seinem überraschenden Aus im Viertelfinale. Auch Teamkollege Umito Kirchwehm scheiterte beim Sieg des Österreichers Alessandro Hämmerle in der Runde der letzten Acht, Paul Berg erwischte es bereits im Achtelfinale. Das deutsche Snowboard-Debakel in China geht weiter.

„Ja, es ist nicht so gut erlaufen, wie wir es uns erhofft haben“, resümierte Headcoach Bernard Loer nach dem ernüchternden Abschneiden. Den Verlauf des Wettbewerbs mit zwei Stürzen seiner Schützlinge bezeichnete er als „unglücklich“. „Leider ist es uns passiert und nicht den anderen.“

Nörl: „Druck war da“

Besonders bitter ist die verpasste Medaille für Nörl. Der 28 Jahre alte Niederbayer befand sich in der Form seines Lebens. Nach drei Weltcup-Siegen ging er als Führender im Gesamtweltcup auf der eisigen Piste in Zhangjiakou an den Start. „Sicher war Druck da. Man erhofft sich natürlich, den Sport in Deutschland in eine andere Position zu bringen. Die Chance hat man nur alle vier Jahre“, stellte Nörl fest.

Nachdem der Sportsoldat vom DJK-SV Adlkofen das Achtelfinale noch souverän gewonnen hatte, verpatzte er eine Runde weiter schon den Start. Doch Nörl kämpfte sich ran, klebte wieder an dem vor ihm fahrenden US-Amerikaner Mick Dierdorff - bis dieser stürzte und Nörl nicht mehr ausweichen konnte. „Der schlechte Start hat mich in diese Situation gebracht“, sagte der Niederbayer selbstkritisch.

Es sollte nicht der einzige deutsche Sturz bleiben. Teamkollege Kirchwehm erwischte es wenige Minute später ebenfalls. „Umi“, wie er genannt wird, knallte bei einem Überholmanöver in den Schnee, musste kurz behandelt werden. Eine weitere Überraschung wie beim Weltcup im Dezember in Montafon, wo der Feldberger auf Platz drei raste, blieb aus. „Ich bin zufrieden, aber nicht überglücklich. Ich hatte meine Chancen. Aber Viertelfinale war das Ziel“, zog Kirchwehm Bilanz.

Für den Deutschen Snowboardverband endete ein weiterer Wettkampf ohne fest eingeplante Medaille. Wie im Parallel-Riesenslalom, wo Ramona Hofmeister und Stefan Baumeister enttäuschten, reichte es auch diesmal nicht für Edelmetall. Das Ziel von drei Medaillen scheint nun unerreichbar. Chancen gibt es zwar noch im Mixed-Wettkampf der Boardercrosser, in der Halfpipe oder beim Big-Air-Event - die Deutschen gehören allerdings jeweils nur zu den Außenseitern. dpa