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Doping-Sperre

Sachenbacher-Stehle legt Einspruch beim CAS ein

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Evi Sachenbacher-Stehle legt beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen ihre zweijährige Dopingsperre ein.

München - Die wegen Dopings für zwei Jahre gesperrte Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle hat wie angekündigt beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch gegen die Strafe eingelegt.

Man habe am Montag „namens und im Auftrag der Athletin“ Berufung gegen die Entscheidung des Biathlon-Weltverbandes IBU eingelegt und „insoweit das beschleunigte Verfahren beantragt“. Die Berufungsbegründung folge in einem gesonderten Schriftsatz. Weitere Details könnten nicht genannt werden.

„Ich bin zwar schon 33 Jahre alt, und die Zeit rennt mir davon - aber so möchte ich eigentlich nicht abtreten, als Dopingsünderin, als jemand, der aus seinem Job gejagt wird. Das soll nicht das letzte Bild von mir sein“, hatte Deutschlands einstiger Wintersport-Liebling in einem Interview des Hamburger Magazins „stern“ erklärt.

Sachenbacher-Stehle hofft vor dem CAS in Lausanne auf eine drastische Verkürzung ihrer Sperre. Die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin war während der Winterspiele in Sotschi das verbotene Stimulans Methylhexanamin nachgewiesen worden, die IBU belegte sie am 16. Juli mit der Maximalsperre von zwei Jahren. Die erfahrene Athletin hatte den positiven Test vom 17. Februar mit der Einnahme eines verunreinigten Nahrungsergänzungsmittels erklärt.

„Es ist nicht gerecht, dass ich für die Einnahme eines verunreinigten Nahrungsergänzungsmittels dieselbe Strafe bekomme wie jemand, der mit Epo dopt. Ich war immer gegen Doping“, sagte Sachenbacher-Stehle in der Sendung Blickpunkt Sport im Bayerischen Fernsehen. Ihr Anwalt Marc Heinkelein sprach sogar von einer „theoretischen Möglichkeit“ für seine Klientin, in die kommende Saison wieder einzusteigen. Der Anwalt unterstrich, es sei „der Evi ganz wichtig, klarzumachen, dass sie nicht vorsätzlich gedopt hat“. Dies gehe ja auch aus dem Urteil des Biathlon-Weltverbandes „klipp und klar“ hervor.

Im günstigen Fall würde die Sperre am 17. August enden. Doch selbst wenn Sachenbacher-Stehle zum Comeback bereit wäre, läge die letzte Entscheidung bei den Verantwortlichen des Deutschen Skiverbandes (DSV). Sie müssten dann entscheiden, ob sie in Zukunft auf eine fast 34-Jährige setzen wollen, die mit ihrem „Fauxpas“ in Russland mehr als nur eine kleine Lawine losgetreten hatte.

Fit sei sie jedenfalls, verriet Sachenbacher-Stehle dem Magazin Stern: „Ich habe trainiert, nicht ganz so viel wie früher, aber doch bis zu 15 Stunden in der Woche. Ich habe schließlich mehr als mein halbes Leben lang Leistungssport betrieben. Da kann man nicht einfach so auf Null runterfahren.“ Dabei habe sie stets ein Gedanke begleitet: „Wofür mache ich das eigentlich? Darf ich noch mal zurückkommen?“

Heinkelein glaubt fest daran: „Ich halte die Entscheidung für unhaltbar.“

SID/dpa

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