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Von der Kufe zum Fleischermesser

Statt des Trainer-Diploms gabs den Meisterbrief im Metzgerei-Handwerk für Gabi Hirschbichler

Meisterdiplom für Gabi Hirschbichler
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Meisterdiplom für Gabi Hirschbichler

Mit scharfen Klingen kennt sich Gabi Hirschbichler aus. Allerdings hantiert sie in Zukunft eher mit dem Fleischermesser als mit den Kufen ihrer Schlittschuhe.

Die ehemalige Inzeller Eisschnellläuferin Gabi Hirschbichler hat die Meisterprüfung im Bereich Fleischerhandwerk erfolgreich abgelegt. Bei der Abschlussprüfung an der Fleischerschule Augsburg bekam die 37-jährige den Meisterbrief überreicht, in den vier Teilfächern wurde sie zweimal mit „Sehr Gut“ und zweimal mit „Gut“ bewertet. „Ich glaube ich bin die einzige zweimalige Olympiateilnehmerin die jetzt Metzger-Meisterin ist“, so Hirschbichler schmunzelnd, die vor mehr als zwei Jahren die Schlittschuhe an den Nagel gehängt hat. Nun wird sie beruflich im elterlichen Metzgerei- und Gastronomiebetrieb tätig sein. „Eigentlich wollte ich ja Trainerin bei den Eisschnellläuferinnen werden. Leider hat der Verband keine Trainerstelle für mich“, so Gabi Hirschbichler enttäuscht.

„Meine Trainerausbildung an der Sporthochschule in Köln habe ich schweren Herzens abgesagt“, sagt sie weiter. Dabei hatte sie konkrete Pläne für ihre sportliche Laufbahn nach der Karriere. Nach einem Praktikum bei Sprinttrainer Danny Leger wollte sie auf längerer Sicht Trainerin im Juniorenbereich werden. Nach der Entlassung Legers seitens der DESG fiel dieses Vorhaben allerdings flach. Die Möglichkeit als Vereinstrainerin des DEC Inzell zu arbeiten, wollte sie nicht nutzen. „Das wäre mit meinem jetzigen Beruf im heimischen Geschäft nicht möglich gewesen“, erklärt sie und fügt hinzu, dass sie mit dem Eisschnelllaufen abgeschlossen habe. Zum Schluss meint sie versöhnlich: „Ich bin jetzt der erste Hirschbichler als Metzger-Meister der nicht Hubert heißt.“ Immerhin tragen ihr Großvater, Vater und Bruder den Vornamen Hubert.

SHU

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