Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eisschnelllauf-Olympiasieger

Van der Poel schenkt inhaftiertem Verleger Goldmedaille

Nils van der Poel
+
Hat das Ende seiner Profikarriere angekündigt: Der Schwede Nils van der Poel.

Der schwedische Eisschnelllauf-Olympiasieger Nils van der Poel schenkt dem in China inhaftierten Buchverleger Gui Minhai eine seiner in Peking errungenen Goldmedaillen. Das gab die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bekannt.

Stockholm - Der 25-Jährige übergab die Medaille demnach an Gui Minhais Tochter Angela Gui, die seit Jahren dafür kämpft, dass ihr Vater freikommt.

„Ich spreche nicht für alle Olympioniken, aber ich und meine Freunde innerhalb des Sports haben das ganze Leben damit verbracht, nach der Spitze zu streben, und die chinesische Regierung nutzt unsere Träume als eine politische Waffe aus, um ihr Regime zu legitimieren“, wurde van der Poel in einer Amnesty-Mitteilung zitiert. Er habe sich ausgenutzt gefühlt und wünsche sich, dass es in China weniger Menschenrechtsverletzungen gebe und Gui Minhai freigelassen werde.

Van der Poel hatte in Peking Olympia-Gold über 5000 und 10.000 Meter gewonnen. Welche der beiden Medaillen er Angela Gui überreichte, blieb unklar.

Gui Minhai ist schwedischer Staatsbürger. In Hongkong hatte er politisch heikle Bücher über China herausgegeben und vertrieben, bis er 2015 unter merkwürdigen Umständen verschwand. 2020 wurde er wegen angeblicher Spionage zu zehn Jahren Haft verurteilt - diese Verurteilung jährte sich an diesem Freitag zum zweiten Mal.

„Wir fordern weiterhin konsularischen Zugang und bestehen nachdrücklich darauf, dass Gui Minhai freigelassen wird und sich wieder mit seiner Tochter und Familie vereinen kann“, erklärte Schwedens Außenministerin Ann Linde. dpa