Brüderle warnt Konzerne vor hohen Spritpreisen

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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat die Ölkonzerne vor zu hohen Benzinpreisen gewarnt.

Berlin - Angesichts der Osterfeiertage hat Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle die Ölkonzerne vor zu hohen Benzinpreisen gewarnt. Er zweifelte an, ob die hohen Preise mit rechten Dingen zugehen.

Vor Feiertagen wie Ostern sei zu beobachten, wie die Preise an den Zapfsäulen auf breiter Front nach oben gingen, sagte der FDP-Politiker der “Bild“-Zeitung. “Ob das mit rechten Dingen zugeht, untersucht ja gerade das Kartellamt. Es ist sicher richtig und notwendig, dass den Konzernen da noch genauer auf die Finger geguckt wird. Sie können mit ihrer Preispolitik ihrem Ruf schaden.“ Schon jetzt habe er sich “mächtig geärgert“ über die Preise, sagte Brüderle: “1,44 pro Liter Super - das ist schon happig“.


Die größten Spritschlucker der Straße

Hier sind die größten Spritfresser: Der sparsamste, der Pickup F-250 von Hersteller Ford, verbraucht im Schnitt etwa 16,2 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Bentley Flying Spur kam im Jahr 2006 auf den Markt. Er verbraucht 17,4 Liter auf 100 Kilometer bei 560 PS. © dpa
Die Limousine 57S von Hersteller Maybach ist mit 612 PS sehr leistungsstark. Allerdings verbraucht das Auto auch 18,1 Liter/100 km. © dpa
Auch Mercedes ist bei den Benzinverbrauchern vertreten. Der ML 63 verbraucht wie der Maybach etwa 18,1 Liter/100 km. © dpa
540 PS stark ist der Ferrari 612 Scaglietti, mit Spitzengeschwindigkeit von 320 km/h - aber er schluckt auch knapp 19 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Bentley Azure war 1998 das teuerste Cabrio der Welt. Das heutige Modell verbraucht 19,6 Liter Super Plus im Schnitt. Im Stadtverkehr schluckt er ordentlich: Über 26 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Supersportwagen Veyron von Bugatti rast mit über 400 km/h nur so über die Straßen - im Schnitt verbraucht er 21,4 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Als Stadtfahrzeug ist der Bugatti allerdings nicht wirklich geeignet. Da erhöht sich der Verbrauch nämlich auf satte 30 Liter/100 km. © dpa
Murciélago, auf Spanisch Fledermaus, ist der Name dieses Lamborghini. Es war der Name eines erfolgreichen Kampfstiers in Spanien. © dpa
Aber er trinkt wohl mehr, als der Stier. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 331 km/h verbraucht der Murciélago im Schnitt 22,4 Liter - der Topschlucker. © dpa

Auf die Frage, was er vom Vorstoß von Bundespräsident Horst Köhlers halte, dass die Benzinpreise noch teurer werden müssten, sagte der Wirtschaftsminister: “Das will ich nicht kommentieren. Aber ich glaube, die Bürger haben zu dieser Frage ihre eigene Meinung. Ich finde jedenfalls nicht, dass Benzin zu billig ist.“

dapd

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