Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Preise könnten nur langsam sinken

Entlastungspaket: Warum Autofahrer trotz Tankrabatt nicht am 1. Juni tanken sollten

Am ersten Juni startet endlich der Tankrabatt. Doch die Vergünstigung aus dem Entlastungspaket könnte sich zum Monatsbeginn noch nicht an der Zapfsäule bemerkbar machen.

München – Ab dem ersten Juni sollen die Preise an den Tankstellen sinken – zumindest wenn es nach den Plänen der Regierung geht. Denn diese hat mit dem Entlastungspaket einen Tankrabatt auf den Weg gebracht. Eigentlich sollte demnach der Preis für Benzin um rund 35 Cent sinken und der Preis für Diesel um 17 Cent.

Entlastungspaket: Auswirkung des Tankrabatts könnte sich verzögern

Doch in der Praxis dürfte das zu Monatsbeginn noch anders aussehen. Denn die Steuersenkung, die die Tankstellen bereits bei den Raffinerien erhalten, gibt es erst ab dem ersten Juni. Die Restbestände wurden also noch mit dem normalen Steuersatz eingekauft. Das bedeutet, dass die Betreiber Verluste machen würden, wenn sie den restlichen Sprit zu niedrigeren Preisen verkaufen, als sie ihn eingekauft haben. Im Ergebnis könnte es zu einem verzögerten Sinken des Preises kommen. Auch das Finanzministerium hatte am Montag noch einmal darauf hingewiesen, dass Tanken möglicherweise erst nach und nach billiger werden wird.

Zudem ist der Kraftstoffpreis in den vergangenen Tagen wieder gestiegen. Super E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt am Montag 2,133 Euro pro Liter. Der Liter Diesel kostete 2,029 Euro. Bei einer vollständigen Weitergabe der Steuersenkung – und ohne weitere Preisschwankungen – ergäbe sich also ein Spritpreis von rund 1,86 Euro für Diesel und von rund 1,78 bei E10. Damit lägen die Preise immer noch deutlich über dem Niveau vor dem Ukraine-Krieg.

Ob die oben genannten Werte überhaupt erreicht werden, ist aus den genannten Gründen offen. Sowohl das Bundeskartellamt als auch der ADAC haben aber bereits angekündigt, die Entwicklung genau zu beobachten.

Tankrabatt: Engpässe und Kundenansturm könnten Preise nach oben treiben

Da Tankstellen erst ab Mittwoch steuervergünstigten Sprit kaufen können, ist es für sie unattraktiv, ihre Lager vorab noch einmal zu füllen. Daher gibt es Befürchtungen, dass es zu Versorgungsengpässen kommen könnte. Auch Mineralölgesellschaften schließen dies nicht aus. Kommt auf diese Situation noch eine erhöhte Nachfrage hinzu, so kann dies den Preis auch wieder nach oben treiben. Wie groß der Ansturm auf die Tankstellen wirklich sein wird, wird sich zeigen. „Wir erwarten Anfang Juni eine höhere Nachfrage, aber keinen „Run“ auf die Tankstellen“, heißt es beispielsweise von Aral. Bei Shell sieht man eine „erwartbar höhere Nachfrage“. (ph/dpa)

Rubriklistenbild: © Wolfgang Maria Weber/Imago Images

Kommentare