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Milliarden-Hilfen könnten kommen

Rechnung für den Energiepreisdeckel: Habeck zeigt Kosten - großer Effekt für Privat-Haushalte möglich

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, nimmt an der Sitzung des Bundestags teil. Thema war die Energiepolitische Perspektive für Bürger und Unternehmen.
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Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, nimmt an der Sitzung des Bundestags teil. Thema war die Energiepolitische Perspektive für Bürger und Unternehmen.

Die Regierung diskutiert über einen Energiepreisdeckel für Strom und Gas. Aus Habecks Ministerium gibt es nun erstmals Zahlen zu Kosten und Nutzen.

Berlin - Die Diskussion um eine Deckelung der Energiepreise wird in Deutschland immer lauter, um die Bürger angesichts dramatisch gestiegener Kosten zu entlasten. Jetzt hat das Wirtschaftsministerium von Robert Habeck erstmals konkrete Zahlen veröffentlicht, was ein Gas- und Strom-Deckel den Staat kosten würde.

Um den Endverbraucherpreis bei Gas um einen Cent je Kilowattstunde zu senken, wäre aus der Staatskasse ein Betrag von 2,5 Milliarden Euro nötig, heißt es in einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Linken-Anfrage, die den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland am Sonntag vorlag. Bei Strom wären es demnach 1,3 Milliarden Euro pro Cent und Kilowattstunde.

Energiepreisbremse bei Strom und Gas - Ein Cent pro Kilowattstunde hat bereits enormen Effekt

Ein durchschnittlicher Einfamilienhaushalt mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden würde dem Bericht nach mit jedem erlassenen Cent pro Kilowattstunde etwa 200 Euro im Jahr sparen, berichtete die Zeitung. Bei einem Single-Haushalt mit 5000 Kilowattstunden Gasverbrauch wären es demnach 50 Euro im Jahr.

Je nach Modell würde der Staat aber nicht für alle Verbraucher einen Cent pro Kilowattstunde übernehmen, sondern nur für Haushalte mit besonders hoher Belastung - wenn ein bestimmter Deckel überschritten wird. Vom konkreten Modell würden auch die staatlichen Gesamtkosten abhängen, betont das Ministerium den Angaben zufolge: „Welcher Gesamtbetrag sich im Falle einer Preisdeckelung ergibt, hängt davon ab, wie hoch der Deckel angesetzt wird und wie sich die Endverbraucherpreise weiter entwickeln“, heißt es laut Bericht in dem Schreiben von Energiestaatssekretär Patrick Graichen.

Ein Gaspreisdeckel wird aktuell auch als Gegenmodell zur Gasumlage diskutiert. Finanzminister Christian Lindner hatte sich etwa am Sonntag gegenüber der Bild für dieses Modell ausgesprochen. Und auch Robert Habeck hatte noch in seinem am Mittwoch verschickten Gesetzesentwurf zur Gasumlage auf die mögliche Alternative verwiesen. Grünen-Chef Omid Nouripour forderte ebenfalls den Gaspreisdeckel, wie etwa auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Und auch die Linke ist für die Entlastung durch Staatsmittel. (afp)

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