Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

+++ Eilmeldung +++

„Sehen uns gezwungen zu handeln“

Nach Niederlage gegen Dresden: TSV 1860 München trennt sich von Cheftrainer Köllner

Nach Niederlage gegen Dresden: TSV 1860 München trennt sich von Cheftrainer Köllner

Ukraine-Krieg

Habeck: Globalisierung und Handelspolitik neu ausrichten

Robert Habeck
+
Der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz will angesichts des Ukraine-Kriegs die Globalisierung und Handelspolitik neu ausrichten.

Lieferketten, Energiepreis-Inflation und alternative Rohstoffquellen: Der russische Angriffskrieg sorgt in der Wirtschaft für Unsicherheit. Der Wirtschaftsminister stellt klar: Es braucht eine Neuausrichtung.

Hannover - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat vor einem Rückfall in eine handelspolitische Abschottung und vor ökonomischem Nationalismus gewarnt.

Die verschiedenen Krisen rund um gerissene Lieferketten, Energiepreis-Inflation und die Suche nach alternativen Rohstoffquellen seit Beginn des Ukraine-Krieges würden eine Neuausrichtung der Globalisierung erfordern, dürften aber nicht ihr Abwürgen bedeuten, sagte der Grünen-Politiker am Sonntag.

Vor dem Beginn der Hannover Messe warb der Vizekanzler dafür, Handels- und Investitionsströme wenn nötig umzustellen, aber im Austausch international nicht nachzulassen. Es gehe weiter darum, „neue Märkte und Räume zu erschließen“. Voraussetzung sei, dass man auf Nachhaltigkeit und demokratisch-rechtsstaatliche Standards achte.

Habeck: An Globalisierung festhalten

„Halten wir uns an ihr fest, richten wir sie aber neu aus“, sagte Habeck zur Globalisierung. „Wir dürfen nicht einkehren in den Sprech eines neuen Nationalismus. Dann landen wir irgendwann bei Brexit und Donald Trump.“ Er sehe jedoch, dass es derzeit in vielen Branchen eine große Unsicherheit und Zurückhaltung bei Investitionen gebe.

Dass die wirtschaftliche Vernetzung ins Stocken geraten sei, liege nicht nur am Krieg Russlands - es hätten sich Kernprinzipien und -vorstellungen der vergangenen 30 Jahre verschoben. „Die Werkbänke der Welt sind jetzt selbst reich geworden und haben ein anderes Selbstbewusstsein. Grundsätzlich wird sich etwas verändern.“

Habeck bekräftigte, es sei vor allem wichtig, die Lieferung von Energie und Rohstoffen stärker zu diversifizieren. Am Freitag hatten sich die Klima-, Energie- und Umweltminister der G7-Staaten zum Ziel bekannt, aus der Stromproduktion mit Kohle auszusteigen. Seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs suchen viele Länder aber auch nach Alternativen zu russischen Gaslieferungen - und es gibt etliche Stimmen, die ein sofortiges Gasembargo gegen Moskau fordern.

Der Wirtschaftsminister plädierte allgemein für Vorsicht: „Wenn wir unbedacht handeln, geht viel Kapital verloren. Viele Unternehmen werden die schwierige Situation dann nicht überstehen.“ dpa

Kommentare