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Metall- und Elektroindustrie

„Der totale Kollaps“: Verbandschef fürchtet mögliche Folgen einer Impfpflicht

Symbolbild, Nahaufnahme: Schweißen zur Metallbearbeitung
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Die Gesamtmetall fürchtet sich vor einem Betretungsverbot für Corona-Ungeimpfte.

Die Impfpflicht an sich befürwortet Gesamtmetall-Chef Wolf. Doch die Folgen für die deutsche Industrie könnten seiner Ansicht nach verheerend sein.

Berlin - „Wenn die Impfpflicht kommt und sie nicht weiterarbeiten können, droht uns der totale Kollaps“: Vor der ersten Impfpflicht-Bundestagsdebatte hat der Gesamtmetall-Chef Stefan Wolf davor gewarnt, nicht gegen Corona* Geimpften Zutritt zu den Betrieben zu verwehren.

Wolf betonte bei „Bild TV“ am Dienstag weiter, es werde für die Branche „ganz schwierig, wenn das Betretungsverbot kommt - wie wir es in der Pflege schon haben.“ Viele Unternehmen könnten dann nicht mehr produzieren, Lieferketten würden unterbrochen: „Die Automobilindustrie ist sehr arbeitsteilig. Viele Zulieferer gehören dazu. Das käme alles zum Erliegen.“

Die Chip-Krise sei schon schlimm genug. „Wenn jetzt durch einen Impfzwang noch zusätzliche Unterbrechungen kämen, würde Deutschland kein einziges Auto mehr produzieren.“ Es gebe 700.000 bis 800.000 Mitarbeiter, die nicht geimpft sind, schätzte Wolf. Insgesamt gibt es in der Metall- und Elektroindustrie in Deutschland* 3,9 Millionen Beschäftigte.

Gesamtmetall-Chef zu Corona-Impfung: „Jeder Betrieb bekniet die Menschen“

Wolf persönlich sei für eine Corona*-Impfpflicht. „Aber ich bin gegen den Ausschluss von Menschen aus den Betrieben.“ Man müsse psychologisch den Druck erhöhen, und dazu eigne sich eine Impfpflicht. „Jeder Betrieb bekniet die Menschen, die noch nicht geimpft sind. Wir appellieren weiter an alle“, sagte Wolf außerdem.

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheitssektor soll am 15. März in Kraft treten. Es gibt Befürchtungen, dass sich durch Kündigungen von Ungeimpften der Personalmangel dort verschärfen könnte.

Orientierungsdebatte im Bundestag: Drei Modelle zur Impfpflicht

Der Bundestag* diskutiert am Mittwoch (26. Januar) erstmals über eine mögliche Corona-Impfpflicht. Es handelt sich um eine sogenannte Orientierungsdebatte, bei der das Thema ganz allgemein besprochen wird. Konkrete Gesetzentwürfe liegen noch nicht vor.

Überlegungen gibt es für drei Modelle: eine Impfpflicht für alle ab 18, eine Vorgabe nur für Menschen ab einer gewissen Altersgrenze, etwa 50 oder 60, und die Ablehnung einer Impfpflicht. (frs mit Material der AFP) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA 

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