Mehr Geld in der Tasche

Reallöhne in Deutschland weiter gestiegen

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Deutsche Arbeitnehmer hatten in den ersten drei Monaten etwas mehr Geld in der Tasche. Foto: Arno Burgi

Arbeitnehmer in Deutschland haben unter dem Strich mehr Geld in der Tasche als ein Jahr zuvor - zumindest im Durchschnitt. Das ist eine gute Nachricht für die derzeit schwächelnde Konjunktur.

Wiesbaden (dpa) - Die Kaufkraft der Arbeitnehmer in Deutschland hat im ersten Quartal 2019 weiter zugenommen. Nach Abzug der Inflation hatten die Menschen 1,2 Prozent mehr Geld in der Tasche als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat.

Damit setzte sich bei den Reallöhnen ein seit Anfang 2014 anhaltender positiver Trend fort. Seither stiegen die Reallöhne auch auf Jahressicht stetig, zuletzt im Jahr 2018 um 1,3 Prozent, wie aus den am Montag veröffentlichten Daten der Wiesbadener Behörde hervorgeht.

Lediglich im Gesamtjahr 2013 hatte es mit minus 0,1 Prozent einen leicht negativen Wert gegeben. Auf Quartalssicht sanken die Reallöhne letztmalig im vierten Quartal 2013 - ebenfalls um 0,1 Prozent.

Tatsächlich zugewiesen bekamen die Arbeitnehmer in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres inklusive Sonderzahlungen im Schnitt gut 2,5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Mehr als die Hälfte dieser Nominallöhne - also der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen - wurde jedoch durch die allgemeine Teuerung aufgefressen: Die Verbraucherpreise legten um knapp 1,4 Prozent zu.

Dass viele Beschäftigte unter dem Strich dennoch mehr Geld zur Verfügung haben, stärkt ihre Kaufkraft und kann den Konsum ankurbeln. Der Privatkonsum ist aktuell die verlässlichste Stütze der deutschen Konjunktur. Dank der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt und gestiegener Einkommen sind viele Menschen nach Angaben der Konsumforscher der Nürnberger GfK unverändert in Kauflaune.

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