Wirtschaftsbarometer

Rosenheim: Geschäftslage trübt sich laut Umfrage weiter ein

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Die aktuellen Ergebnisse des Wirtschaftsbarometers Rosenheim erbrachten eine weitere leichte Eintrübung der Geschäftslage. Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen, in dieser monatlichen Umfrage der Fakultät Betriebswirtschaft an der TH Rosenheim, sank um vier Punkte, auf noch leicht positive +8,5.

Rosenheim – Die Geschäftserwartungen verharrten nahezu unverändert bei +11,2.

Lageeinschätzung in Deutschland besser

Bei den vergleichbaren Werten des ifo-Instituts für Deutschland verbesserte sich dagegen die Lageeinschätzung spürbar auf +24,7 nach +16,4 im Vormonat. Im Gegensatz zu den Rosenheimer Ergebnissen sanken die Geschäftserwartungen auf +8,3. Im Vormonat hatte es mit einem Plus von 15,1 noch ein kleines Zwischenhoch dieses Saldos gegeben.

Zum Quartalsende wurden die teilnehmenden Unternehmen wieder nach ihren Planungen in Bezug auf die Mitarbeiteranzahl und Investitionen befragt. Entgegen der pessimistischen Lageeinschätzung plant hier jedes fünfte Unternehmen, mehr Personal einzustellen.

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Die Ergebnisse differieren stark je nach Wirtschaftszweig. So planen 30 Prozent der Teilnehmer aus dem Dienstleistungssektor, Personal aufzubauen, im Einzelhandel jedoch keines. 17 Prozent der Firmen möchten innerhalb der nächsten zwölf Monate Personal abbauen. Am ausgeprägtesten ist dies im verarbeitenden Gewerbe, in dem dies jedes vierte Unternehmen angab.

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Deutlich zurückhaltender sind die Planungen für die Investitionen. 24 Prozent der Teilnehmer beabsichtigen Kürzungen. Im verarbeitenden Gewerbe sind es sogar 31 Prozent. Lediglich 15 Prozent gehen von einer Erhöhung aus, erstaunlicherweise ist auch hier das verarbeitende Gewerbe mit 19 Prozent am stärksten vertreten.

Dies zeigt, dass die verschiedenen Bereiche im verarbeitenden Gewerbe ganz unterschiedlich von der anhaltenden Infektionswelle und den Einschränkungen betroffen sind. Eine weitere Bürde stellen Engpässe bei Vorprodukten dar. re

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