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Schlecker soll komplett verändert werden

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Eine Filiale der Drogeriekette Schlecker. © dpa

Ehingen - Die Besitzerfamilie des Drogeriediscounters Schlecker will in den kommenden beiden Jahren mit Millioneninvestitionen das Unternehmen komplett umkrempeln. Was sich ändern soll.

Dabei sollen die Filialen umgestaltet und das Sortiment modernisiert werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Auch die Preisgestaltung sowie sämtliche Organisationsprozesse würden neu ausgerichtet.

Insgesamt würden mit dem “Fit for Future“-Programm in den kommenden 18 Monaten 230 Millionen Euro investiert. Ziel sei ein neuer, einheitlicher Marktauftritt mit mehr Einkaufsatmosphäre. Bereits zu Jahresbeginn hatte Firmengründer Anton Schlecker eine Neuausrichtung angekündigt. “Wir haben nur kleinkarierte Sachen ausprobiert. Heute wissen wir, dass wir unser gesamtes Geschäftsmodell umwälzen müssen“, hatte er gesagt.

“Wir wollen unseren Kunden in Zukunft weiterhin die vertraute Nähe bieten, die sie von Schlecker gewohnt sind, allerdings mit neuen und attraktiveren Filialen, Themen, Angeboten und Preisen“, erklärte nun Lars Schlecker, der das Unternehmen gemeinsam mit Schwester Meike und den Eltern Anton und Christa Schlecker führt. Zugleich sieht sich das Unternehmen “in der Tradition des attraktiven wie sympathischen Nahversorgers“.

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Während im kommenden Jahr die Konsolidierung und die Überarbeitung der bestehenden Märkte im Fokus stehe, plane das Unternehmen, ab 2012 wieder zu wachsen. “Wir werden dabei wachsen und schneiden, Märkte dort schließen, wo sie defizitär sind und neue eröffnen, wo es Potenzial gibt“, sagte Meike Schlecker.

Mit der Neuorganisation will sich das Unternehmen auch nach außen öffnen und transparenter werden. Dazu werden den Angaben zufolge die beiden Schlecker-Kinder den Bereich Kommunikation verantworten. “Hier sind wir in der Vergangenheit sicher sehr zurückhaltend gewesen, worunter auch unsere Reputation gelitten hat“, sagte Meike Schlecker.

In der Vergangenheit war das Unternehmen massiv in Kritik geraten, weil es begonnen hatte, seine herkömmlichen Läden zu schließen und durch weniger, aber größere “XL-Läden“ zu ersetzen. Dabei wurden die Beschäftigten zunächst entlassen und dann über eine eng an das Unternehmen gebundene Zeitarbeitsfirma neu eingestellt. Seit Juni gilt für die Angestellten von Schlecker-“XL-Filialen“ ein Tarifvertrag.

dapd

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