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Flucht aus europäischen Gewässern

Ukraine-News: Oligarchen-Jachten schalten Ortungssystem ab

Luftaufnahme 139 Meter lange Superyacht Solaris.
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Der russische Milliardär Roman Abramowitsch hat seine Jacht „Solaris“ bereits in der Türkei in Sicherheit gebracht.

Die Suche nach den Jachten der russischen Oligarchen läuft auf Hochtouren. Recherchen haben nun gezeigt, dass bei einigen Jachten sogar die Ortungssysteme ausgestellt wurden.

Moskau/Bodrum - Russische Oligarchen und Putin-Freunde wurden nach Ausbruch des Ukraine-Krieges* von den USA und der EU mit scharfen Sanktionen belegt. Aus Angst vor einer Beschlagnahmung haben etliche der russischen Millionäre und Milliardäre ihre Luxus-Schiffe in Sicherheit gebracht. Sie fuhren in Länder, die sich nicht an den Sanktionen beteiligen. Dazu gehört zum Beispiel die Türkei, wo der Oligarch Roman Abramowitsch seine beiden Jachten „Solaris“ und „Eclipse“ nun parkt.

Ukraine-Krieg: Neun Jachten haben Ortungssystem ausgestellt

Doch es gibt auch noch einige Jachten, die nicht aufgespürt werden können. Wie das amerikanische Nachrichtenportal Bloomberg berichtet, sollen mindestens neun Jachten ihre Ortungsdienste abgestellt haben. Und das zwischen dem 24. Februar, als Russland in die Ukraine einmarschierte, und dem 11. März, als US-Präsident Joe Biden ankündigte, die Besitztümer der russischen Oligarchen zu beschlagnahmen.

Der Großteil der verschwundenen Jachten soll russischen Oligarchen gehören, die auf der Sanktionsliste stehen. Ein kleiner Teil gehört Mogulen, gegen die noch keine Sanktionen verhängt wurden.

Oligarchen-Jachten: Tagelanger Ausfall des Ortungssystems unwahrscheinlich

Eigentlich verlangen internationale Seeverkehrsvorschriften, dass Passagierschiffe ihre Position an andere Schiffe und Küstenbehörden übermitteln. Das automatische Identifikationssystem AIS sollte daher eigentlich ständig in Betrieb sein. „Es gibt keinen Grund, warum ihre AIS-Übertragungen tagelang ausfallen sollten“, erklärt Gur Sender von Windward Ltd gegenüber Bloomberg. Das Unternehmen ist auf maritimes Risikomanagement und künstliche Intelligenz im maritimen Bereich spezialisiert.

„Selbst wenn Sie sich mitten auf dem Ozean befinden, empfängt mindestens einmal in acht Stunden ein Satellit Ihre Übertragung. Wenn Sie eine große Jacht sind, ist das in Ihrem Interesse, damit jeder Ihr Schiff sehen kann, um Unfälle zu vermeiden“, sagt Sender weiter.

Laut Bloombergs Daten haben sich bereits mehrere Jachten auf den Weg in den Nahen Osten gemacht. Die meisten verlassen die europäischen Ferienorte am Mittelmeer und steuern Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien oder im Oman an. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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