Verbraucherpreise ziehen kräftig an

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Preistreiber: Benzin an den Tankstellen.

Wiesbaden - Steigende Preise für Benzin und Heizöl haben die Verbraucherpreise im März überraschend stark nach oben schnellen lassen.

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Die Commerzbank schrieb in einer Kurzanalyse zu den Ergebnissen aus fünf Bundesländern: “Die deutschen Verbraucherpreise sind im März stärker gestiegen als erwartet, die Inflationsrate dürfte auf 1,1 Prozent angezogen haben.“ Gegenüber Februar stiegen die Verbraucherpreise demnach um 0,5 Prozent. Vorläufige bundesweite Zahlen zur Teuerungsrate wollte das Statistische Bundesamt am Montagnachmittag bekanntgeben.


Die größten Spritschlucker der Straße

Hier sind die größten Spritfresser: Der sparsamste, der Pickup F-250 von Hersteller Ford, verbraucht im Schnitt etwa 16,2 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Bentley Flying Spur kam im Jahr 2006 auf den Markt. Er verbraucht 17,4 Liter auf 100 Kilometer bei 560 PS. © dpa
Die Limousine 57S von Hersteller Maybach ist mit 612 PS sehr leistungsstark. Allerdings verbraucht das Auto auch 18,1 Liter/100 km. © dpa
Auch Mercedes ist bei den Benzinverbrauchern vertreten. Der ML 63 verbraucht wie der Maybach etwa 18,1 Liter/100 km. © dpa
540 PS stark ist der Ferrari 612 Scaglietti, mit Spitzengeschwindigkeit von 320 km/h - aber er schluckt auch knapp 19 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Bentley Azure war 1998 das teuerste Cabrio der Welt. Das heutige Modell verbraucht 19,6 Liter Super Plus im Schnitt. Im Stadtverkehr schluckt er ordentlich: Über 26 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Der Supersportwagen Veyron von Bugatti rast mit über 400 km/h nur so über die Straßen - im Schnitt verbraucht er 21,4 Liter auf 100 Kilometer. © dpa
Als Stadtfahrzeug ist der Bugatti allerdings nicht wirklich geeignet. Da erhöht sich der Verbrauch nämlich auf satte 30 Liter/100 km. © dpa
Murciélago, auf Spanisch Fledermaus, ist der Name dieses Lamborghini. Es war der Name eines erfolgreichen Kampfstiers in Spanien. © dpa
Aber er trinkt wohl mehr, als der Stier. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 331 km/h verbraucht der Murciélago im Schnitt 22,4 Liter - der Topschlucker. © dpa

Trotz der anziehenden Verbraucherpreise im März liegen die Werte weiterhin weit unter der Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB), die bei Inflationsraten von knapp unter 2,0 Prozent Preisstabilität gewahrt sieht.


In Nordrhein-Westfalen kletterte Inflationsrate auf den höchsten Stand seit langem. Die jährliche Teuerungsrate stieg auf 1,2 Prozent, wie das Statistische Landesamt in Düsseldorf mitteilte. Damit war sie doppelt so hoch wie noch im Februar 2010 und auf dem höchsten Stand seit Oktober 2008. In Sachsen stieg die jährliche Inflationsrate im März von 0,4 Prozent im Vormonat auf 1,3 Prozent, wie das Statistische Landesamt in Kamenz berichtete. Im Jahresvergleich legten dort die Benzinpreise um fast 18 Prozent zu.

In Brandenburg und Hessen ließen deutlich gestiegene Preise für Heizöl und Kraftstoffe die jährliche Teuerungsrate auf 0,8 Prozent anziehen, in Bayern auf 1,1 Prozent.

dpa

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