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Verbraucherzentrale und AOK gegen Zusatzbelastung der Patienten

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Behandlungskosten im Fokus: Die AOK und die Verbraucherschützer lehnen eine prozentuale der Patienten ab.

Berlin - Die Bundesverbände der Verbraucherzentralen und der Allgemeinen Ortskrankenkassen haben sich gegen eine zusätzliche finanzielle Belastung der Patienten gewandt.

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Acht Euro Zusatzbeitrag für Krankenkassen

Der Vorstandschef der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Gerd Billen, warnte vor allem vor den von einigen Krankenkassen geplanten Zusatzbeiträgen. Diese erforderten einen immensen Verwaltungsaufwand, sinnvoller sei eine Kostendämpfung im Gesundheitswesen.

Die AOK lehnte die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung geforderte prozentuale Beteiligung der Patienten an den Behandlungskosten entschieden ab. Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Herbert Reichelt, nannte das Vorhaben unsozial. Wenn eine prozentuale Beteiligung an die Stelle der Praxisgebühr trete, werde das Sachleistungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung in Frage gestellt. Mit dem Vorschlag ziele die KBV offenbar auf einen Einstieg in die Bezahlung von Leistungen nach dem Muster der privaten Krankenversicherung.

Gerade durch Sachleistungen werde aber gewährleistet, dass gesetzlich Versicherte unabhängig von ihrem Einkommen medizinisch gut versorgt werden. Es sei ein zentrales Anliegen der AOK, dass gute medizinische Leistungen für alle Menschen unabhängig von Einkommen, Alter, sozialer Herkunft und gesundheitlichem Risiko zugänglich seien.

Mit der von der KBV vorgeschlagenen Kostenbeteiligung würde dagegen eine hohe Hürde vor dem Besuch eines Arztes, und ganz besonders eines Facharztes, für Kranke mit niedrigem Einkommen aufgebaut.

Gegen eigene Administration für Zusatzbeiträge

Der vzbv-Vorsitzende Billen mahnte konkrete Maßnahmen zur Kostendämpfung an, um die von einigen Krankenkassen geplante Erhebung von Zusatzbeiträgen ihrer Versicherten doch noch abzuwenden. Vor allem Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler sei gefordert darzulegen, wie er einen weiteren Anstieg der Gesundheitskosten verhindern wolle. Jährlich steigende Arzneimittelausgaben, deutliche Zuschläge bei der Vergütung von Ärzten und Krankenhäusern sowie fehlender Wettbewerb im System führten zu immer höheren Kosten für Verbraucher.

“Anstatt Millionenbeträge in die Administration von Zusatzbeiträgen zu lenken, muss die Bundesregierung endlich eine Strategie zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen vorlegen“, forderte Billen. Die Zusatzbeiträge bezeichnete er als “kleine Kopfpauschale“.

Da ihre Erhebung nicht über den Arbeitgeber laufe, müssten dazu individuelle Konten für jedes Mitglied eingerichtet und diese schriftlich zur Zahlung aufgefordert werden. “Von dem erhobenen Zusatzbeitrag verschwindet der Großteil in der Administration. Bürokratieabbau sieht anders aus“, warnte der Verbraucherschützer.

apn

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