Sieben Quadratmeter

Frau lebt eineinhalb Jahre in der Waschküche - jetzt rechnet sie mit Kritikern ab

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München ist bekannt für hohe Mietpreise. Doch nicht nur aus diesem Grund wählte ein Frau eine Waschküche als Bleibe.

Eine große Wohnung wird von den meisten als Zeichen eines hohen Lebensstandards und eines guten Gehalts gesehen - eine Frau wählte trotzdem lieber eine Waschküche.

Freiwillig in einer Waschküche leben, obwohl vielleicht eine größere Wohnung drin wäre? Für einige undenkbar. Eine Journalistin wählte jedoch lieber einen sieben Quadratmeter großen Abstellraum als eine geräumige Bleibe - nicht als Test, sondern weil es ihr gefiel. Nun hat sie eine Nachricht an alle Kritiker.

In der Waschküche in München - darum ist diese Frau glücklich damit

"Da ist ja aber doch total beengend und so, so zu leben, oder?" "Dann noch mit der Waschmaschine, voll krass." "Und das mit den Kacheln ist ja auch mega-strange – ein bisschen so, als würde man in der Folterkammer schlafen." All diese Sprüche musste sich Agatha Kremplewski zu ihrer Unterkunft der Wahl anhören. Eineinhalb Jahre lang lebte sie in der Waschküche in der WG eines Freundes in München und bereut dies keine Sekunde, wie sie auf dem Online-Portal Huffingtonpost schreibt.

Ganz im Gegenteil - das Leben auf sieben Quadratmeter habe seine Vorteile: Es müsse nicht viel geputzt werden, man hat nicht zu viel unnötigen Kram und obendrein stellt sich die Frage: "Wie viel Zeit verbringe ich realistisch in meinem Zimmer?" Wer tagsüber unterwegs sei und obendrein eine große Küche habe, die mit den Mitbewohnern geteilt wird, brauche kein riesiges Zimmer, so ihr Fazit. Nicht zu vergessen, dass Kremplewski die Waschküche für 150 Euro im Monat mietete, wo sie doch Menschen kennt, die für sechs Quadratmeter in München schon 400 Euro gezahlt hätten.

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Frau hat Botschaft für alle "Motz-Mieter"

Deshalb hat die Journalistin an alle Kritiker folgende Botschaft: "Ihr seid einfach nur verwöhnt und wisst euren Lebensstandard gar nicht mehr zu schätzen." Auf Reisen habe sie schon alle möglichen Einblicke in die Wohnsituationen anderer Menschen bekommen, die trotz weniger Quadratmeter zufrieden gewesen seien. Zudem "habe ich es nicht eingesehen, den Münchner Miethaien mein Geld in den Rachen zu werfen, nur um euren Standards zu genügen."

Kremplewski betont, dass der Lebensstandard von Menschen nicht minderwertig sei, nur weil andere ihn sich höher gesetzt hätten. Und manchmal sei man in seiner aktuellen Lebenssituation glücklich mit einer Waschküche. Nun geht es für die Journalistin jedoch nach Berlin: Zur neuen Lebenssituation sucht sie eine "50-Quadratmeter-Wohnung im Prenzlauer Berg. Bitte mit Wanne, gerne auch Balkon."

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