Bester Zeitpunkt

Wie lange dürfen eigentlich Gurken gesät werden?

+
Gurken zu säen, ist keine Raketenwissenschaft. Das Gemüse ist nämlich sehr robust.

Wer sein Gemüse lieber selbst anbaut, bei dem dürfen Gurken auf keinen Fall im Garten fehlen. Wir erklären Ihnen alles, was Sie zum säen wissen müssen.

Ob Salat- oder Einlegegurken: Das Gemüse kommt bei vielen mehrmals in der Woche auf den Tisch. Denn die Gurke schmeckt nicht nur gut, sondern sie enthält auch noch viele Vitamine und Mineralien. Wer einen eigenen Garten hat oder ein Gewächshaus besitzt, kann sich seine Lieblingssorte gleich selbst heranziehen. Wir erklären Ihnen zunächst, was beim Säen von Gurken zu beachten ist.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Gurken zu säen?

Sowohl Salat- als auch Freilandgurken können Sie bei sich Zuhause anpflanzen. Salatgurken, auch Schlangengurken genannt, weisen eine dünne glatte Haut auf und werden meist im Gewächshaus angebaut. Ins Freiland werden stattdessen Einlege- oder Schälgurken gesät, die etwas robuster sind. Die Art und Weise der Aussaat unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Sorten jedoch nicht wesentlich - ebenso wenig der Zeitpunkt.

Am besten eignet sich dafür nämlich Mitte bis Ende März - vor allem wenn die Samen direkt in den Boden des geheizten Gewächshauses gepflanzt werden. Wer seine Gurken auf der Fensterbank oder im Frühbeet vorzieht, um sie ins Freiland zu setzen, kann damit bis Mitte April warten, damit die Jungpflanzen beim Umpflanzen noch nicht so groß sind.

Können auch im Juni oder Juli noch Gurken gesät werden?

Generell sind Gurken bekannt dafür, rasend schnell zu wachsen. Deshalb ist eine verspätete Aussaat meist kein Problem, da das Gemüse dies schnell aufholt. Deshalb gibt es auch im Mai noch die Option, eine Aussaat zu tätigen.

Zur Aussaat im Juni und Juli wird selten geraten, jedoch kann es auch hier möglich sein, noch gute Erträge zu erzielen. In der Regel geht dabei auch nicht viel Geld verloren, sollte es nicht funktionieren. Statt die Gurken erst zu säen, können Sie im Juni oder Juli aber auch vorgezogene Jungpflanzen in die Erde einsetzen.

Erfahren Sie hier: So kinderleicht pflanzen und pflegen Sie Weidenkätzchen im eigenen Garten.

Gurken säen nach dem Mondkalender  - wann ist ein optimaler Zeitpunkt?

Des Öfteren ziehen Hobbygärtner auch den Mondkalender zu Rate, wenn es um das Aussäen oder Pflanzen von Gemüse geht. Dahinter steckt die Ansicht, dass der Stand des Mondes Einfluss auf das Wachstum der Flora hat. Bestimmte Pflanzengruppen werden demnach in einem zwei- bis viertätigen Rhythmus abwechselnd gefördert: Die Fruchtpflanzen, die Blütenpflanzen, die Wurzelpflanzen und die Blattpflanzen.

Auch interessant: Ist der Kirschlorbeer wirklich giftig? Das sollten Sie wissen.

Sollte es sich laut Mondkalender also um einen Fruchttag handeln, ist dies ein optimaler Zeitpunkt, um sich um die Aussaat der Gurke zu kümmern. Natürlich spielen trotzdem auch Faktoren wie Belichtung, Wasserversorgung, Temperaturen oder Nährstoffe eine Rolle, um die Samen ordentlich gedeihen zu lassen.

Gurken säen: So gehen Sie Schritt für Schritt vor

Für das Aussäen von Gurkensamen benötigen Sie Aussaatschalen oder Anzuchttöpfe sowie Anzuchterde oder Substrat. Beim Aussäen ins beheizte Gewächshaus graben Sie die Samen direkt in die Erde ein.

Beim Säen in Anzuchttöpfe sollten Sie darauf achten, dass nicht mehr als zwei bis drei Gurkenkörner hineinkommen. Diese setzen Sie ins angefeuchtete - aber nicht durchnässte - Substrat und bedecken diese fingerdick mit Erde. Die Temperatur sollte mindestens 20 Grad Celsius betragen, damit die Gurkensamen optimal gedeihen.

Nach dem Aussäen wird das Saatgut mit warmem Wasser besprüht. Um die Feuchtigkeit beim Heranziehen im Haus immer gleichmäßig zu halten, sollten Sie die Keimlinge mit Folie bedecken und an ein Südfenster platzieren. Lüften Sie Ihre Aussaat jedoch auch täglich kurz durch, damit es nicht zur Schimmelbildung kommt.

Schon gewusst? So retten Sie selbst im heimischen Garten die Bienen.

Nach dem Säen: Wie lange dauert es, bis die Keimlinge sprießen?

Wenn Lichtqualität, Temperatur und Feuchtigkeit stimmen, dürften nach ein bis zwei Wochen die ersten Keimlinge aus der Erde sprießen. Sobald das erste Keimblattpaar sichtbar ist, dürfen Sie die Folie abnehmen. Jetzt brauchen Ihre Gurkensprießlinge viel Feuchtigkeit - ohne die Pflanzen zu Durchnässen. Sobald es nachts nicht mehr frostet, dürfen die Gurken dann in den Garten gepflanzt werden.

Lesen Sie auch: Das müssen Sie beim Säen von Tomaten unbedingt beachten.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Zurück zur Übersicht: Garten

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser