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Vorsicht Feinstaub: Umweltbundesamt warnt vor Heizen mit Kaminen

So schön es auch ist: Holzfeuerungsanlagen machen im Winter bis zu 25 Prozent der Feinstaubbelastung aus - sie übertreffen damit zeitweise sogar die Emissionen von Autos. Foto: Patrick Pleul
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So schön es auch ist: Holzfeuerungsanlagen machen im Winter bis zu 25 Prozent der Feinstaubbelastung aus - sie übertreffen damit zeitweise sogar die Emissionen von Autos. Foto: Patrick Pleul

Berlin (dpa) - Das Feuer knistert, wirft ein angenehmes Licht und spendet Wärme: Viele Besitzer lieben ihren Kamin. Doch wer damit heizt, belastet die Luft enorm, warnt das Umweltbundesamt.

Das Umweltbundesamt (UBA) sieht die Zunahme von Kaminen und Holzöfen wegen der hohen Schadstoffbelastung kritisch. «Wir empfehlen Kamine grundsätzlich nicht zum Heizen», sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger am Dienstag (19. August) in Berlin. Schrittweise sollen ab 2015 durch strengere Grenzwerte besonders schadstoffintensive alte Öfen verboten werden.

Krautzberger betonte, Holzfeuerungsanlagen würden im Winter bis zu 25 Prozent der Feinstaubbelastung ausmachen und die Emissionen von Autos zeitweise übertreffen. In Deutschland sind laut UBA 14 Millionen sogenannte Einzelraumfeuerungsanlagen installiert. Kommunen können notfalls nach dem Vorbild der Verkehrs-Umweltzonen örtliche Grenzwerte erlassen, meinte Krautzberger.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) schlug vor, bei bestimmten Wetterlagen mit lokalen Aufrufen vor einer zu starken Inanspruchnahme von Holzöfen zu warnen. Krautzberger betonte, der von der Weltgesundheitsorganisation vorgeschlagene Feinstaub-Grenzwert von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft am Tag werde selbst in ländlichen Regionen oft überschritten.

Zu viel Feinstaub kann laut UBA zu Entzündungen der Atemwege und Blutgefäßverstopfungen führen. In Deutschland gilt, dass ein Grenzwert von 50 Mikrogramm Luft nur an 35 Tagen überschritten werden darf. «Wir können schon absehen, dass dieser Grenzwert auch in diesem Jahr nicht überall eingehalten werden wird», sagte Krautzberger.

UBA-Infos zu Feinstaub

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