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Jede zweite Mietnebenkosten-Abrechnung ist falsch

Düsseldorf - Jede zweite Mietnebenkosten-Abrechnung ist falsch, unvollständig oder nicht nachvollziehbar. Zu diesem Ergebnis kommen die deutschen Mietervereine.

Das teilt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf mit. Die laufenden Kosten für Heizung, Wasser, Grundsteuer, Versicherung, Aufzug oder Hausmeister könnten bei einer Wohnung mit 80 Quadratmetern zwar durchaus bis zu 2250 Euro im Jahr betragen. Es lohne sich aber immer zu prüfen, ob die Ansprüche des Vermieters zu Recht bestehen.

Mieterbund warnt vor Zusatzvereinbarungen

Weiter warnt der Mieterbund vor Zusatzvereinbarungen. Viele Vermieter versuchen, Mieter bei Vertragsbeendigung zu Zusatzvereinbarungen in ihrem Mietvertrag zu überreden. Damit verpflichten sich diese zur Durchführung von Schönheitsreparaturen, wie der Deutsche Mieterbund Landesverband Hessen mitteilt. Die Experten warnen jedoch vor solchen Vereinbarungen. Mieter sollten unter keinen Umständen unterschreiben, heißt es.

Die in vielen älteren Mietverträgen enthaltenen Klauseln zur Durchführung von Schönheitsreparaturen durch den Mieter sind unwirksam, wie der Bundesgerichtshof in mehreren Urteilen bestätigt hat. Dies versuchen manche Vermieter nach Angaben des Mieterbundes durch Zusatzvereinbarungen zu umgehen. Unterschreibt der Mieter, muss er beim Auszug die Wohnung renovieren. Der Experten raten daher, Mietverträge oder Zusatzvereinbarungen vor der Unterschrift von einem Fachmann eingehend prüfen zu lassen.

dpa/ap

Rubriklistenbild: © dpa

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