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Radon mancherorts im Boden

Wohnräume im Keller: Warum das Lüften dort so wichtig ist

Kellerfenster wird geöffnet
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Zum Themendienst-Bericht vom 29. November 2021: Der Keller sollte täglich gelüftet werden.

Das Gas Radon kann in Kellerräume eindringen und dort zur Gefahr für die Gesundheit werden. Doch nicht jede Region und nicht jedes Gebäude ist betroffen. Was sollten Bewohner von Kellerräumen wissen?

Berlin - Mancherorts ist das Lüften der Kellerräume nicht nur wegen der dort drohenden Schimmelgefahr wichtig. Auch das gesundheitsgefährdende Gas Radon kann sich dort anreichern. „Erste und einfachste Maßnahme“ dagegen ist das Lüften, rät der Verband Privater Bauherren (VPB), eine Organisation von Bausachverständigen.

Das radioaktive Gas Radon ist laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Es entsteht im Erdreich und kann von dort über Risse, Fugen oder Rohrdurchführungen in Innenräume gelangen. Das ist vor allem möglich in Bereichen des Hauses, die Bodenkontakt haben, wie eben dem Keller. Radon ist nicht zu sehen, zu riechen oder zu schmecken.

Geografie und Hauszustand entscheidend

Radon ist allerdings nicht überall in Deutschland ein Problem, denn die Konzentration im Boden ist regional sehr unterschiedlich. Sie ist laut BfS tendenziell höher in Mittel- und Süddeutschland sowie ganz im Norden, und zwar in den meisten Mittelgebirgen, im Alpenvorland und in Gegenden mit Gesteinsmoränen der letzten Eiszeit. Eine Karte dazu bietet das BfS online an

Ob Radon dann eindringen kann, hängt außerdem vom baulichen Zustand des Hauses und zum Beispiel davon ab, ob es eine durchgehende Bodenplatte gibt. Daher stellt laut BfS eine erhöhte Konzentration von Radon nur für etwa zehn Prozent aller Häuser ein Problem dar.

Stoß und Querlüften im Keller

Grundsätzlich rät auch das BfS zum regelmäßigen Lüften als erster Maßnahme - und zwar so, dass bereits nach wenigen Minuten die gesamte Innenraumluft ausgetauscht ist. Das gelingt mit Querlüften, indem man möglichst einander gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnet.

Da das Lüften nicht immer reicht, sollte man die Radon-Konzentration im Gebäude messen. Anbieter verschicken Detektoren per Post, die an mehreren Stellen des Kellers oder in anderen Wohnräumen angebracht werden und nach drei bis zwölf Monaten zur Auswertung zurückgeschickt werden. Das BfS führt online eine Liste anerkannter Anbieter.

Gegebenenfalls müssen undichte Stellen in Keller und Erdgeschoss abgedichtet werden. Das sei allerdings technisch kompliziert, so der VPB. Neubauten lassen sich vornherein leicht radonsicher bauen. dpa

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